Biodiversität-Verlust: Moskitos entwickeln immer stärkeren „Durst“ nach Menschenblut
Eine neue Studie aus Brasilien, veröffentlicht am 15. Januar 2026 in Frontiers in Ecology and Evolution, liefert alarmierende Belege: In den verbliebenen Resten des Atlantischen Regenwaldes ernähren sich Stechmücken zunehmend – und teilweise fast ausschließlich – von Menschenblut. Der Hauptgrund: Der massive Rückgang der Biodiversität zwingt die Insekten, auf den häufigsten noch verfügbaren Wirt umzusteigen – uns. Die Studie im Überblick Forscher um Dr. Jerônimo Alencar (Oswaldo-Cruz-Institut, Rio de Janeiro) und Dr. Sérgio Machado (Bundesuniversität Rio de Janeiro) untersuchten blutgesättigte weibliche Stechmücken aus zwei Schutzgebieten im Bundesstaat Rio de Janeiro: Von insgesamt 1.714 gefangenen Mücken (52 Arten) waren nur 145 Weibchen blutgesättigt. Bei 24 dieser Blutmahlzeiten konnte die DNA erfolgreich sequenziert und einem Wirbeltier zugeordnet werden – mit eindeutigem Ergebnis: Einige Mücken hatten gemischte Mahlzeiten: Eine Cq. venezuelensis saugte an einem Amphib und einem Menschen, zwei Cq. fasciolata an Vogel…







