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Grünenthal startet Phase-I-Studie mit neuem NaV1.8-Inhibitor gegen Schmerzen

Der Pharmakonzern Grünenthal hat die erste Phase-I-Studie mit einem eigenen, oral verfügbaren Inhibitor des spannungsgesteuerten Natriumkanals NaV1.8 begonnen. Die ersten gesunden Probanden wurden bereits eingeschlossen. Das Unternehmen prüft das Prüfpräparat als potenziell nicht-opioides Therapeutikum für akute und chronische Schmerzzustände. Ergebnisse der Studie werden für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Die Untersuchung umfasst 70 gesunde Freiwillige und gliedert sich in einen Single Ascending Dose- (SAD) und einen Multiple Ascending Dose-Teil (MAD). Primäre Ziele sind Sicherheit, Verträglichkeit und pharmakokinetische Eigenschaften. Ergänzend wird ein Cold-Pressor-Test durchgeführt, um erste pharmakodynamische Hinweise auf analgetische Wirkung zu gewinnen. Uli Brödl, Chief Scientific Officer von Grünenthal, betonte, die selektive Blockade von NaV1.8 biete eine vielversprechende Möglichkeit, dringend benötigte nicht-opioide Schmerztherapien zu entwickeln. Während bereits ein erster NaV1.8-Inhibitor 2025 die FDA-Zulassung erhalten habe, wolle Grünenthal mit seinem Kandidaten eine umfassendere Blockade und damit potenziell bessere Wirksamkeit erreichen. NaV1.8… 

Zebrafisch-Modell klärt Fehlalarme im SMA-Neugeborenenscreening und verhindert unnötige Therapien

Ein positives Neugeborenenscreening auf spinale Muskelatrophie (SMA) gilt als medizinischer Notfall, der eine sofortige, teure und irreversible Therapie nach sich zieht. Forscher der Universität zu Köln und der Griffith University in Australien haben nun gezeigt, dass in seltenen Fällen ein solches Ergebnis ein genetischer Fehlalarm sein kann. Funktionelle Tests im Zebrafisch-Modell ermöglichen eine schnelle Klärung und schützen betroffene Familien vor Übertherapie. Das Team um Prof. Brunhilde Wirth (Köln) und Dr. Jean Giacomotto (Brisbane) untersuchte zwei Neugeborene – ein Mädchen aus Deutschland und einen Jungen aus Australien –, bei denen das Screening kein funktionsfähiges SMN1-Gen nachwies. SMA wird durch das Fehlen oder starke Funktionsverlust des SMN1-Gens ausgelöst; ohne frühe Behandlung drohen schwere Lähmungen oder der Tod im Säuglingsalter. Weiterführende Analysen ergaben bei beiden Kindern seltene SMN1-Varianten, deren krankheitsauslösende Wirkung bislang unbekannt war. Im Zebrafisch-Modell, das aufgrund der hohen genetischen und physiologischen… 

Psychedelika verstärken Zugriff auf Gedächtnisinhalte – neue Erklärung für Halluzinationen

Forscher der Ruhr-Universität Bochum, der Hong Kong Baptist University und weiterer Partner haben im Tiermodell erstmals hochaufgelöste Bilder der Gehirnaktivität nach Gabe psychedelischer Substanzen erstellt. Die Ergebnisse zeigen, wie diese Stoffe Wahrnehmung und Bewusstsein verändern und könnten erklären, warum visuelle Halluzinationen entstehen. Psychedelika binden vor allem an den Serotonin-2A-Rezeptor, der im visuellen Kortex hemmend wirkt und Lernprozesse beeinflusst. Dadurch wird die Verarbeitung aktueller Sehinformationen aus der Außenwelt erschwert. Das Gehirn kompensiert diese Lücke, indem es verstärkt auf gespeicherte Gedächtnisinhalte und Assoziationen zurückgreift – ein Mechanismus, der Halluzinationen begünstigt. Die Studie zeigt, dass Psychedelika in visuellen Hirnarealen niederfrequente Oszillationen im 5-Hz-Bereich intensivieren. Diese synchronisierten Aktivitätswellen fördern die Kommunikation mit dem retrosplenialen Kortex, einem Gebiet, das als Brücke für den Abruf gespeicherter Informationen dient. Das Gehirn wechselt dadurch in einen Modus, der weniger auf aktuelle Reize reagiert und stattdessen Wahrnehmungen aus inneren… 

CAR-T-Zelltherapie bei Krebs verursacht „Gehirnnebel“

Nach der Behandlung mit CAR-T-Zellen – Immunzellen, die speziell dafür entwickelt wurden, Krebs anzugreifen – berichten Patienten ihren Ärzten manchmal, dass sie das Gefühl hätten, „im Kopf benebelt“ zu sein oder unter Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten zu leiden. Eine neue Studie unter Leitung von Stanford Medicine zeigt, dass die CAR-T-Zelltherapie unabhängig von anderen Krebsbehandlungen leichte kognitive Beeinträchtigungen verursacht. Dies geschieht über denselben zellulären Mechanismus wie kognitive Beeinträchtigungen durch zwei andere Ursachen: Chemotherapie und Atemwegsinfektionen wie Grippe und COVID-19. Die Studie, die hauptsächlich an Mäusen durchgeführt wurde und am 12. Mai online in Cell veröffentlicht wird , identifiziert auch Strategien zur Umkehrung des Problems. Medikamente, die den Gehirnnebel lindern, ermöglichen eine bessere Genesung von Krebsimmuntherapien, sagten die Forscher. „Die CAR-T-Zelltherapie ist enorm vielversprechend: Wir beobachten Langzeitüberlebende nach der CAR-T-Zelltherapie bei aggressiven Krebsarten und retten so Patienten, die sonst gestorben wären“, sagte die… 

Gesundheitsrisiken von FFP2-Masken während der COVID-19-Pandemie: Peer-Review-Studien und aktuelle Erkenntnisse

Während der COVID-19-Pandemie wurden FFP2-Masken als zentrale Maßnahme zum Infektionsschutz eingeführt. Parallel zur Diskussion um die Wirksamkeit dieser Masken rückten auch potenzielle gesundheitliche Risiken in den Fokus der Forschung. Im Folgenden werden ausschließlich die Risiken des Tragens von FFP2-Masken dargestellt, basierend auf aktuellen, peer-reviewten Studien und wissenschaftlichen Berichten. Besonderes Augenmerk gilt dabei auch dem Thema Titandioxid in Masken. Atemwiderstand und respiratorische Belastungen Das Tragen von FFP2-Masken erhöht nachweislich den Atemwiderstand. Mehrere Studien zeigen, dass dies zu einer erschwerten Sauerstoffaufnahme und einer erhöhten Rückatmung von Kohlendioxid führen kann. In einer Beobachtungsstudie wurden kontinuierliche respiratorische und hämodynamische Veränderungen dokumentiert, die sowohl kurzfristige als auch potenziell längerfristige Nebenwirkungen umfassen. Dazu gehören Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsstörungen. Besonders ältere Menschen sind anfälliger für maskeninduzierte Hyperkarbie (erhöhter CO?-Gehalt im Blut), Abfall des arteriellen Sauerstoffs und Blutdruckschwankungen. Die physiometabolischen Effekte sind bei FFP2-Masken ausgeprägter als bei… 

Risiken von mRNAi gentechnisch veränderten Produkten in Lebensmitteln durch Peer Review Studien belegt

Die Entwicklung und Nutzung von RNA-Interferenz (RNAi) in gentechnisch veränderten Pflanzen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Diese Technologie ermöglicht die gezielte Abschaltung von Genen, was sowohl für die Verbesserung von Pflanzeneigenschaften als auch für den Schutz vor Schädlingen und Krankheiten genutzt wird. Trotz der potenziellen Vorteile birgt diese Technologie jedoch zahlreiche Risiken, die insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit von Lebensmitteln und die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit kritisch betrachtet werden müssen. Im Folgenden werden ausschließlich die Risiken von mRNAi-basierten gentechnisch veränderten Produkten analysiert, basierend auf peer-reviewed Studien. 1. Unbeabsichtigte Effekte durch Off-Target-Wirkungen Ein wesentliches Risiko der RNAi-Technologie besteht in sogenannten Off-Target-Effekten. Dies sind unbeabsichtigte Wechselwirkungen der synthetisierten dsRNA mit anderen Genen als den Zielgenen. Solche Effekte können unerwartete und potenziell schädliche Phänotypen hervorrufen, sowohl in der Pflanze selbst als auch in Organismen, die mit diesen Pflanzen interagieren… 

Visugromab und Nivolumab: Neuer Ansatz in der Krebsbehandlung

Die erste klinische in Nature publizierte Studie mit dem anti-GDF-15-Antikörper Visugromab in Kombination mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Nivolumab bei fortgeschrittenem Krebs bestätigt den Erfolg der Forschung „from bench to bedside“. Wichtige Vorarbeiten leistete die AG von Jörg Wischhusen am UKW mit der Erkenntnis, dass der Wachstums- und Differenzierungsfaktor 15 (GDF-15) die Wirkung von Immuntherapien wie anti-PD-1 hemmt, mit dem Konzept zur Verbesserung der Immuninfiltration in Tumore durch GDF-15-Blockade sowie mit der Entwicklung und Patentierung von anti-GDF-15-Antikörpern. Dass und wie der in vielen soliden Tumoren stark überexprimierte Wachstums- und Differenzierungsfaktor GDF-15 (Growth/Differentiation Factor 15) effektive Immunantworten gegen Tumore verhindert, zeigten die Universitätsmedizin Würzburg und ihr Spin-Off CatalYm im vergangenen Jahr erstmals im Wissenschaftsjournal Nature Communications. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) konnte in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die etablierte… 

Corona-Aufarbeitung: Peer-reviewed Studien über Impfschäden

Mehrere große Peer-Reviewed Studien zeigen seltene, aber signifikante Nebenwirkungen der COVID-19-Impfungen auf: Die größte Impfsicherheitsstudie mit 99 Millionen geimpften Personen aus 8 Ländern identifizierte zwei neue, sehr seltene Nebenwirkungen: Transverse Myelitis und akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM)[1]. Die Studie bestätigte auch bereits bekannte Signale für Myokarditis und Perikarditis nach mRNA-Impfstoffen (Pfizer und Moderna) sowie Guillain-Barré-Syndrom und zerebrale Sinusvenenthrombose nach Vektor-Impfstoffen (AstraZeneca)[1]. Nach der ersten AstraZeneca-Dosis wurde ein signifikant erhöhtes Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom festgestellt (2,49-fach erhöht) sowie für zerebrale Sinusvenenthrombosen (3,23-fach erhöht)[1]. Bei den mRNA-Impfstoffen zeigte sich ein erhöhtes Risiko für Myokarditis nach der ersten, zweiten und dritten Dosis von Pfizer und Moderna sowie für Perikarditis nach der ersten und vierten Moderna-Dosis[1]. Eine weitere Überprüfung von Impfnebenwirkungen ergab, dass die häufigsten unerwünschten Reaktionen Schmerzen an der Injektionsstelle (47%), Müdigkeit (28,2%) und Gelenkschmerzen (23,1%) waren[2]. Bei den Moderna- und Pfizer-Impfstoffen traten systemische… 

Prostatakrebs: Die innovativsten Therapien

Die Behandlung von Prostatakrebs hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, mit innovativen Therapieansätzen und spezialisierten Behandlungszentren, die neue Hoffnung für Betroffene bieten. Innovative Therapieansätze Ein vielversprechender neuer Wirkstoff namens KMI169 wurde von Forschern der Universität Freiburg entwickelt. Dieser Hemmstoff richtet sich gezielt gegen das Enzym KMT9, das bei der Entstehung von Prostatakrebs eine zentrale Rolle spielt. Besonders bemerkenswert ist seine Wirksamkeit bei therapieresistenten Krebsformen, die gegen herkömmliche Behandlungen nicht mehr ansprechen[6][7]. Die Klinik für Nuklearmedizin in Fulda bietet seit Januar 2024 die PSMA-Radioligandentherapie an. Diese innovative Behandlung nutzt radioaktive Substanzen, die gezielt Tumorzellen angreifen und dabei das umliegende gesunde Gewebe weitgehend verschonen. Obwohl keine vollständige Heilung möglich ist, kann diese Therapie die Lebensqualität verbessern und das Leben verlängern[5]. Spezialisierte Behandlungszentren Die Martini-Klinik in Hamburg hat sich als weltweit führendes Zentrum für Prostatakrebs etabliert. Mit einem einzigartigen System von… 

Bluttest prognostiziert Überlebenschancen von Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs

Ein Bluttest, der bei der Diagnose eines metastasierten Prostatakrebses durchgeführt wird, kann vorhersagen, welche Patienten wahrscheinlich auf die Behandlung ansprechen und am längsten überleben. Er kann Ärzten dabei helfen zu entscheiden, welche Patienten die Standardbehandlung erhalten sollten und welche von riskanteren, aggressiveren Studien zu neuen Medikamenten profitieren könnten. Die Forschungsergebnisse, die Teil einer klinischen Studie der Phase 3 sind, die teilweise vom National Cancer Institute (NCI) der National Institutes of Health finanziert wird, wurden gerade in JAMA Network Open veröffentlicht . Die Forschung nutzte CellSearch (Menarini, Inc.), eine von der FDA zugelassene Flüssigbiopsietechnologie des Norris Comprehensive Cancer Center, um CTCs in Blutproben zu erkennen und zu messen. Patienten mit mehr CTCs hatten eine kürzere mittlere Überlebensdauer und ein höheres Sterberisiko während des Untersuchungszeitraums. Bei Patienten mit mehr CTCs war auch das „progressionsfreie Überleben“ kürzer, d. h. die Zeitspanne, in der…