Der Brain Drain der USA unter Donald Trump: Faktenbasierte Analyse 2017–2026
Brain Drain beschreibt den Abfluss hochqualifizierter Fachkräfte aus einem Land. Die USA galten historisch als Magnet für Talente und verzeichneten einen Netto-Brain-Gain: Der Anteil ausländisch geborener Arbeitskräfte in STEM-Berufen (Science, Technology, Engineering, Mathematics) stieg von 16,4 % im Jahr 2000 auf 23,1 % im Jahr 2019 und lag 2021 bei 19 % der gesamten STEM-Belegschaft (rund 7 Millionen Personen). Unter der Präsidentschaft Donald Trumps (erste Amtszeit 2017–2021, zweite Amtszeit ab Januar 2025) veränderten sich jedoch die Rahmenbedingungen durch restriktive Visapolitiken, erhöhte Ablehnungsquoten bei Arbeitsvisa, verschärfte Überprüfungen und Kürzungen bei Forschungsförderung. Diese Maßnahmen führten zunächst zu einer Verlangsamung des Zustroms, später zu messbaren Abwanderungen und Abschreckungseffekten. Daten aus USCIS, Open Doors Reports des Institute of International Education (IIE), National Science Foundation (NSF) und Umfragen wie der Nature-Umfrage 2025 belegen eine Umkehrung der Talentzuwanderung. In der zweiten Amtszeit eskalierten die Effekte: Über…







