Schlüsselrolle von Melatonin im REM-Schlaf enthüllt
Ein bedeutender Durchbruch im Verständnis der Schlafmechanismen eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Schlafstörungen und damit verbundenen neuropsychiatrischen Erkrankungen: Wissenschaftler haben den Melatoninrezeptor MT1 als entscheidenden Regulator der REM-Schlafphase (Rapid Eye Movement) identifiziert. Der REM-Schlaf ist entscheidend für Träume, Gedächtniskonsolidierung und emotionale Regulierung. Im Gehirn beeinflusst der Melatonin-MT1-Rezeptor einen Neuronentyp, der den Neurotransmitter und das Hormon Noradrenalin synthetisiert und sich in einem Bereich befindet, der als Locus Coeruleus oder „blauer Fleck“ auf Latein bekannt ist. Während des REM-Schlafs beruhigen sich diese Neuronen und stellen ihre Aktivität ein. Ernsthafte Erkrankungen wie Parkinson und Lewy-Body-Demenz – für die es derzeit keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten gibt – stehen mit Störungen des REM-Schlafs in Verbindung. „Diese Entdeckung erweitert nicht nur unser Verständnis der Schlafmechanismen, sondern birgt auch erhebliches klinisches Potenzial“, sagte Gabriella Gobbi, leitende Forscherin einer neuen Studie, die im Journal of Neuroscience veröffentlicht…





