Genanalyse-Unternehmen zahlt Millionenstrafe nach Cyberangriff
Das US-amerikanische Genanalyse-Start-up 23andMe hat sich bereit erklärt, 30 Millionen US-Dollar Schadensersatz an betroffene Kunden zu zahlen, um eine Sammelklage beizulegen[1]. Der Vergleich folgt auf eine massive Datenpanne im Jahr 2023, bei der Kriminelle Zugriff auf die Daten von über 6,9 Millionen Nutzern erlangten[1]. Details des Vorfalls Die Hacker hatten es offenbar gezielt auf die genetischen Informationen von aschkenasisch-jüdischen und chinesischen Nutzern abgesehen[1]. Neben den direkten Kundeninformationen wurden auch Daten möglicher Verwandter erbeutet, die über die Plattformfunktion „DNA Relatives“ mit den Profilen verknüpft waren[1]. Entschädigung und Sicherheitsmaßnahmen Neben dem finanziellen Ausgleich sollen die Geschädigten voraussichtlich drei Jahre lang Zugang zu einem Sicherheitsüberwachungsprogramm erhalten[1]. Die Entschädigungssumme von 30 Millionen Dollar kann das Unternehmen nur stemmen, weil erwartet wird, dass 25 Millionen von einer Versicherung abgedeckt werden[1]. Chronologie und Ausmaß 23andMe gab das Datenleck zunächst im Oktober 2023 bekannt, wobei das volle…




