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Die Corona-Pandemie und Multiple Sklerose: Impfungen und ihre Auswirkungen

Neben den Herausforderungen durch die weltweit zirkulierende COVID-19-Pandemie gab es einige epochale Fortschritte im Bereich der Impfstofftechnologien. Neben den traditionell verwendeten Tot-, Lebend- und proteinbasierten Impfstoffen erlangten vektor- und genbasierte Impfstoffe im Zuge dieser Gesundheitskrise enorme Aufmerksamkeit. Ziel dieses Artikels ist es, einen Überblick über Multiple Sklerose (MS) und Impfung, die jüngsten Fortschritte in der SARS-CoV-2-Impfstofflandschaft sowie eine detaillierte Diskussion der verschiedenen Impfstofftechnologien zu geben. Abschließend werden klare Empfehlungen im Rahmen der krankheitsmodifizierenden Behandlung und Impfung bei MS hervorgehoben. Original Paper

Polyoxometallate als Medikamente gegen Krebs

Polyoxometallate (POMs) haben großes Potenzial, verschiedene Tumorarten zu hemmen; Ihre Toxizität und unspezifische Wechselwirkungen mit Biomolekülen verhindern jedoch eine klinische Anwendung. Der Schwerpunkt bei biologisch aktiven POMs liegt gegenwärtig auf organisch funktionalisierten POMs und POM-basierten Nanokomposit-Strukturen, da diese Hybride eine erhöhte Aktivität gegen Tumoren aufweisen, bei einer gleichzeitig deutlich verringerten Toxizität gegenüber normalen Zellen. Während die Antitumoraktivität von POMs ausreichend beschrieben ist, sind ihre Wirkungsmechanismen noch weitgehend unbekannt. Dieser Aufsatz gibt einen Überblick über die zytotoxischen Effekte von POMs, wobei der Schwerpunkt auf POM-basierten Hybriden und Nanokomposit-Strukturen liegen soll. Postulierte Wirkungsmechanismen werden vorgestellt und molekulare Targets identifiziert. POMs könnten sich zur nächsten Generation metallhaltiger Krebsmedikamente entwickeln, die selektiv nur Krebszellen angreifen und gesunde Zellen verschonen. Original Paper

Germany’s Biotech: Struggling to Keep Pace

Germany’s biotechnology sector, while boasting excellent research capabilities, is falling behind its international competitors in transforming academic excellence into commercial success. A recent study by ESMT Berlin and Boston Consulting Group (BCG) reveals significant challenges in the country’s biotech innovation landscape[1]. Innovation Gap Analysis Despite having three major biotech hubs in Berlin, Munich, and Heidelberg, Germany’s combined innovation performance lags significantly behind other European centers. The collective performance of these three hubs scores 30% lower than Paris and 45% lower than London[2]. This underperformance is particularly concerning given Germany’s position as Europe’s largest pharmaceutical market and the fourth-largest worldwide[5]. Key Innovation Hubs Each German hub brings distinct strengths to the table. Munich leads in biotech venturing within Germany, while Berlin excels in business environment and entrepreneurship. Heidelberg is renowned for its scientific output and prestige. However, the lack of effective… 

Feinstaub löst Asthma aus

Fast ein Drittel der Asthmafälle sind auf eine langfristige Feinstaubbelastung (PM2,5) zurückzuführen, so eine globale Metastudie. Eine langfristige Belastung mit Feinstaub (PM2,5) erhöht das Asthmarisiko sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen signifikant. Das hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Chemie in einer globalen Studie mit Daten von etwa 25 Millionen […] Feinstaub löst Asthma aus

Prostatakrebs: Die innovativsten Therapien

Die Behandlung von Prostatakrebs hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, mit innovativen Therapieansätzen und spezialisierten Behandlungszentren, die neue Hoffnung für Betroffene bieten. Innovative Therapieansätze Ein vielversprechender neuer Wirkstoff namens KMI169 wurde von Forschern der Universität Freiburg entwickelt. Dieser Hemmstoff richtet sich gezielt gegen das Enzym KMT9, das bei der Entstehung von Prostatakrebs eine zentrale Rolle spielt. Besonders bemerkenswert ist seine Wirksamkeit bei therapieresistenten Krebsformen, die gegen herkömmliche Behandlungen nicht mehr ansprechen[6][7]. Die Klinik für Nuklearmedizin in Fulda bietet seit Januar 2024 die PSMA-Radioligandentherapie an. Diese innovative Behandlung nutzt radioaktive Substanzen, die gezielt Tumorzellen angreifen und dabei das umliegende gesunde Gewebe weitgehend verschonen. Obwohl keine vollständige Heilung möglich ist, kann diese Therapie die Lebensqualität verbessern und das Leben verlängern[5]. Spezialisierte Behandlungszentren Die Martini-Klinik in Hamburg hat sich als weltweit führendes Zentrum für Prostatakrebs etabliert. Mit einem einzigartigen System von… 

ClinGen defines clinical relevance of 2700 genes and variants

The Clinical Genome Resource (ClinGen), a National Institutes of Health (NIH)-funded resource that works to define the clinical relevance of genes and variants, has published data on more than 2,700 genes curated for relevance to genetic diseases, including cancer, cardiovascular disease and neurodevelopmental disorders. A new publication in the journal Genetics in Medicine, an official journal of the American College of Medical Genetics and Genomics (ACMG), describes the methods of genomic curation and the development of software and infrastructure needed to support the ClinGen global consortium capable of large-scale evidence-based curation. The ClinGen consortium, first established in 2013 by the National Human Genome Research Institute, now consists of more than 2,500 expert members representing 69 countries and territories. These experts form more than 100 disease-specific panels that work to identify which genes are validly implicated in disease, which variants in… 

Krebstherapie: Mini-Protein befördert Strahlung zum Tumor

Forscher haben erstmals gezeigt, dass es einem speziell entwickelten „Mini-Protein“ möglich ist, eine Strahlungsdosis direkt an Tumorzellen abzugeben, die auf ihrer Zelloberfläche ein Protein namens Nectin-4 exprimieren, das häufig bei verschiedenen Krebsarten vorkommt. In einer Studie, die am Freitag auf dem 36. EORTC-NCI-AACR [1]-Symposium zu molekularen Zielen und Krebstherapeutika in Barcelona (Spanien) vorgestellt wurde, sagte Mike Sathekge, Professor und Leiter der Abteilung für Nuklearmedizin an der Universität Pretoria und dem Steve Biko Academic Hospital in Südafrika, er und seine Kollegen hätten nachweisen können, dass das Miniprotein, auch als „Radiopharmakon“ bezeichnet, in der Lage sei, die Krebszellen gezielt anzugreifen und dabei gesundes Gewebe zu meiden. Außerdem hätten die Tumoren bei mehreren verschiedenen Krebsarten die Strahlendosis absorbiert. „Dies ist das erste Mal, dass wir eine völlig neue Technologie für gezielte Bestrahlung erleben. Ein kleines Protein, das ein anderes Protein, das viele Krebsarten… 

Amselsterben: Tödliches Usutu-Virus kann Menschen infizieren

Das Usutu-Virus hat regional bis zu 90 Prozent der Amseln dezimiert. Jetzt steht fest: Der Erreger ist ein unterschätztes Risiko für die öffentliche Gesundheit – und könnte dem Menschen gefährlicher werden als bisher angenommen. Das Usutu-Virus (USUV) entwickelt sich zunehmend zu einer relevanten Bedrohung für die menschliche Gesundheit in Europa. Ursprünglich 1959 in Afrika entdeckt, hat sich das Virus in den letzten Jahrzehnten über Europa ausgebreitet und zeigt besorgniserregende Anpassungsfähigkeit an neue Wirte[1]. Aktuelle Situation Bislang wurden in Europa und Afrika etwa 200 menschliche Infektionen dokumentiert, wobei die meisten Fälle asymptomatisch verliefen[1]. Allerdings gibt es eine steigende Zahl schwerer Krankheitsverläufe, insbesondere neurologische Komplikationen wie Meningitis und Enzephalitis[3]. Besorgniserregende Entwicklung Besonders alarmierend ist die Dominanz der europäischen Linie 2 (EU2) des Virus. Diese Variante zeigt eine erhöhte Virulenz und bessere Replikationsfähigkeit in menschlichen Nervenzellen[7][8]. Eine spezifische Mutation im NS5-Gen dieser Linie… 

Lange Pausen im Krafttraining beeinträchtigen Muskelaufbau nicht

Eine Studie der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Universität Jyväskylä untersuchte, wie sich eine 10-wöchige Pause vom Krafttraining auf die Maximalkraft und die Muskelgröße auswirkte. Die Studie ergab, dass eine 10-wöchige Pause nach der Hälfte von insgesamt 20 Wochen Krafttraining kaum Auswirkungen auf die Entwicklung hatte. Während der Pause blieb die Maximalkraft besser erhalten als die Muskelgröße. In der Studie wurden die Ergebnisse eines 20-wöchigen Krafttrainings in zwei Gruppen verglichen: eine mit kontinuierlichem Training und eine mit einer 10-wöchigen Pause in der Mitte. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Ergebnisse hinsichtlich der Entwicklung von Maximalkraft und Muskelgröße in beiden Gruppen ähnlich waren. Der gleiche Fortschritt in beiden Gruppen war laut den Forschern darauf zurückzuführen, dass die Maximalkraft und insbesondere die Muskelgröße nach Wiederaufnahme des Trainings schnell wieder das Niveau vor der Pause erreichten. „In den ersten Wochen nach… 

Herzinsuffizienz: Rolle des Proteins GPNMB bei der Herzreparatur

Wissenschaftler der UCLA haben das Protein GPNMB als entscheidenden Regulator im Heilungsprozess des Herzens nach einem Herzinfarkt identifiziert. Anhand von Tiermodellen konnten sie nachweisen, dass aus dem Knochenmark stammende Immunzellen, sogenannte Makrophagen, GPNMB absondern, das an den Rezeptor GPR39 bindet und so die Herzreparatur fördert. Diese Erkenntnisse bieten ein neues Verständnis davon, wie das Herz sich selbst heilt, und könnten zu neuen Behandlungen führen, die darauf abzielen, die Herzfunktion zu verbessern und das Fortschreiten einer Herzinsuffizienz zu verhindern. Frühere klinische Studien haben gezeigt, dass GPNMB (Glycoprotein Non-Metastatic Melanoma Protein B) stark mit kardiovaskulären Folgen bei Personen mit Herzinsuffizienz in Zusammenhang steht. Unklar war jedoch, ob das Fehlen des Proteins direkt für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz nach einem Herzinfarkt verantwortlich ist. Diese wichtige Unterscheidung – ob GPNMB nur ein assoziierter Biomarker ist oder eine kausale Rolle spielt – bestimmt, ob das…