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hard cash on a briefcase

ALM-Vorstand betroffen: Sonic Healthcare kauft LADR für 423 Mio. Euro

Der australische Gesundheitskonzern Sonic Healthcare übernimmt die LADR Laborgruppe Dr. Kramer & Kollegen für einen Unternehmenswert von 423 Millionen Euro (447 Millionen US-Dollar)[1]. Die Transaktion wird durch eine Kombination aus Aktien (bis zu 222 Millionen Euro) und Barzahlung finanziert[1]. Die LADR-Gruppe erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 370 Millionen Euro bei einem EBITDA von rund 50 Millionen Euro, was einem Multiple von 8,5 entspricht[1]. Im Kaufpreis enthalten ist auch eine 15-prozentige Beteiligung an einem weiteren deutschen Laborunternehmen mit einem Jahresumsatz von etwa 25 Millionen Euro[1]. Das bisherige Führungsteam um Prof. Jan Kramer (CEO), Dr. Tobias Kramer (Medizinischer Direktor) und Thomas Wolff (CFO) wird langfristig im Unternehmen bleiben[1]. Sonic erwartet durch die Integration Synergieeffekte in verschiedenen Bereichen wie Beschaffung, Laborüberschneidungen und Logistik, die innerhalb von drei Jahren vollständig realisiert werden sollen[1]. Quellen:[1] https://www.investorsinhealthcare.com/articles/category/news/germany-sonic-healthcare-acquires-ladr-laboratory-group/ https://chambers.com/articles/hengeler-mueller-advises-sonic-healthcare-on-the-acquisition-of-ladr-laboratory-group https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R001160

Vorinstallierte Schadsoftware auf IoT-Geräten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bei bis zu 30.000 IoT Geräten in Deutschland die Kommunikation zwischen der Schadsoftware BadBox und den Tätern unterbunden. All diesen Geräten ist gemein, dass sie über veraltete Android-Versionen verfügen und mit vorinstallierter Schadsoftware ausgeliefert wurden.

Credits: LabNews Media LLC

Studie identifiziert Hirnveränderungen bei Schizophrenie-Patienten

Eine neue Studie unter der Leitung von Forschern des Mass General Brigham hat ein einzigartiges Hirnnetzwerk identifiziert, das verschiedene Muster von Hirnatrophie oder Schrumpfung im Zusammenhang mit Schizophrenie verbindet. Durch die Kombination von Neuroimaging-Daten aus mehreren Studien mit mehr als 8.000 Teilnehmern fand das Forscherteam ein spezifisches Konnektivitätsmuster der Atrophie, das in verschiedenen Stadien und Symptomen der Schizophrenie auftritt – und sich von Hirnnetzwerken unterscheidet, die mit anderen psychiatrischen Störungen in Verbindung gebracht werden. Die Ergebnisse werden in eine klinische Studie einfließen, die demnächst mit der Rekrutierung von Patienten beginnen wird und in der die mit dem Schizophrenienetzwerk verbundenen Hirnstimulationsstellen untersucht werden. Die Ergebnisse werden in Nature Mental Health veröffentlicht. „Wir haben nach Gemeinsamkeiten zwischen den Berichten über die Auswirkungen der Schizophrenie auf das Gehirn gesucht“, sagte der korrespondierende Autor Ahmed T. Makhlouf, MD, vom Center for Brain Circuit Therapeutics und medizinischer Leiter des… 

Genomweite Untersuchung von VNTR-Motiv-Polymorphismen in 8.222 Genomen Kredit

VNTR-Polymorphismen: Neue globale genetische Karte

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Profs. XU Tao und HE Shunmin vom Institut für Biophysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften hat vor kurzem eine globale genetische Polymorphismuskarte von Tandem-Repeats mit variabler Anzahl (VNTRs) erstellt, die sogenannte NyuWa VNTR Polymorphism Map. Das Team hat die Karten mit Hilfe von hochauflösenden Ganzgenom-Sequenzierungsdaten von 8 222 Genomen aus 140 Ländern und Regionen erstellt und bietet eine umfassende Abdeckung der wichtigsten repetitiven Sequenzelemente (ME und STR in früheren Studien, VNTR in dieser Studie) im menschlichen Genom unter Verwendung der genomischen Ressource NyuWa. Sie dient als wichtige Referenz für die systematische Analyse von Variationen in repetitiven Sequenzelementen. Die Ergebnisse der Studie wurden am 27. November in Cell Genomics veröffentlicht. VNTRs, die auch als Mikrosatelliten-DNA bekannt sind, können das Krankheitsrisiko nicht nur durch Längenausdehnung, sondern auch durch Variationen in ihren Wiederholungsmotiven erhöhen, die unabhängige pathogene Effekte aufweisen.… 

Wie 30% Ausfall von Laboren die Gesundheitsversorgung bedrohen

Ein kritischer Ausfall der medizinischen Laborversorgung würde bereits bei etwa 30-40% der Labore zu einem Systemkollaps führen, da pro Jahr über 2 Milliarden Einzellaboruntersuchungen in Deutschland durchgeführt werden[3]. Gründe für den Kollaps bei diesem Schwellenwert: Versorgungsstruktur Kritische Faktoren Ein Ausfall von mehr als einem Drittel der Labore würde zu einem Dominoeffekt führen: Verzögerte Diagnosen, ausbleibende Therapiekontrollen und überlastete verbleibende Labore würden die medizinische Grundversorgung zum Erliegen bringen[4]. Quellen: [2] Gesundheitssystem vor dem Kollaps – 2030 fehlen eine Million … https://seniorenheim-magazin.de/branchennews/gesundheitssystem-vor-dem-kollaps-2030-fehlen-eine-million-fachkraefte/[3] [PDF] KRITIS-Sektor Gesundheit: Informationssicherheit in Laboren – BSI https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Studien/KRITIS/Studie_Informationssicherheit_in_Laboren.pdf?__blob=publicationFile&v=4[4] Chaotische Zustände – Gesundheitssystem vor dem Kollaps? https://www.presseportal.de/pm/167623/5693513[5] Abrissbirne in der Krankenhauslandschaft – Klinikum Straubing https://www.klinikum-straubing.de/medien/meldungen/artikel/abrissbirne-in-der-krankenhauslandschaft.html[6] Gesundheitssystem vor dem Abgrund? – PMC https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9735172/[7] Medizinprodukteverordnung: „Das Worst-Case-Szenario ist nicht … https://www.schwaebische.de/regional/tuttlingen/tuttlingen/medizinprodukteverordnung-das-worst-case-szenario-ist-nicht-eingetreten-240825[8] [PDF] Entwicklung und Anwendung eines Modells https://bibliothek.wzb.eu/pdf/2005/i05-303.pdf

Entzündungsmarker im Blut: Schlüssel zur Diagnose

Entzündungsmarker im Blut haben sich als essenzielle Werkzeuge in der medizinischen Diagnostik etabliert. Diese Proteine und Botenstoffe steigen bei Infektionen und Gewebeschäden innerhalb von 6 bis 48 Stunden deutlich an und ermöglichen Ärzten präzise Einblicke in Krankheitsverläufe[12]. Das C-reaktive Protein (CRP) gilt als klassischer Entzündungsmarker, der in der Leber gebildet wird. Normalwerte liegen unter 5 mg/l, können aber bei schweren Infektionen oder Sepsis auf über 400 mg/l ansteigen[12]. Die Verlaufskontrolle des CRP-Werts ist dabei aussagekräftiger als Einzelmessungen und ermöglicht eine effektive Überwachung von Therapieerfolgen, besonders bei Antibiotika-Behandlungen[9]. Ein weiterer wichtiger Marker ist das Procalcitonin (PCT). Werte zwischen 0,5 und 2,0 ng/ml weisen auf eine mäßige systemische Entzündung hin, während Werte über 10 ng/ml typischerweise bei schwerer Sepsis auftreten[6]. Aktuelle Forschungen zeigen, dass diese Marker auch bei der Früherkennung von Herzerkrankungen eine wichtige Rolle spielen[3]. Besonders bei COVID-19-Patienten haben sich erhöhte… 

Die 10 wichtigsten Blutwerte erklärt

Zehn wichtige Blutwerte geben Ärzten und Patienten einen umfassenden Einblick in den Gesundheitszustand des Körpers[1]. Im Mittelpunkt steht das kleine Blutbild, das die grundlegenden Parameter wie rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) erfasst[1][2]. Zentrale Blutwerte und ihre Bedeutung Die roten Blutkörperchen und der Blutfarbstoff Hämoglobin sind für den Sauerstofftransport verantwortlich. Der Hämatokrit zeigt den Anteil der Zellen im Blutvolumen und liegt bei Männern zwischen 42-50%, bei Frauen zwischen 38-44%[1]. Die weißen Blutkörperchen und das C-reaktive Protein (CRP) dienen als Entzündungsmarker[3]. Erhöhte Werte können auf Infektionen oder Entzündungen hinweisen. Stoffwechselwerte Besondere Aufmerksamkeit gilt den Blutfetten: Das LDL-Cholesterin sollte unter 116 mg/dl liegen, während das HDL-Cholesterin bei Männern über 35 mg/dl und bei Frauen über 45 mg/dl sein sollte[1]. Die Triglyceride als weitere Blutfette sollten 150 mg/dl nicht überschreiten[1]. Zusätzlich werden Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte bestimmt, die Aufschluss über… 

Bosch Healthcare: Schnelle PCR-Tests für PKV-Patienten

Bosch Healthcare Solutions und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben eine wichtige Innovationspartnerschaft bekannt gegeben. Die Vereinbarung ermöglicht es privat versicherten Patienten, PCR-Schnelltests mit dem Vivalytic-System von Bosch in Arztpraxen durchführen zu lassen – mit automatischer Kostenerstattung. Das neue Angebot umfasst Tests auf Atemwegserkrankungen wie SARS-CoV-2, Influenza und RSV sowie auf verschiedene sexuell übertragbare Infektionen. Die Testergebnisse liegen bereits nach 30 Minuten vor, im Gegensatz zu herkömmlichen Labortests, die mindestens einen Tag benötigen. Von dieser Neuerung profitieren aktuell rund 8,7 Millionen Privatversicherte in Deutschland[1]. Die PCR-Tests bieten eine höhere Genauigkeit als übliche Antigen-Schnelltests, da sie Erreger auf DNA-Ebene identifizieren. Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft, begrüßt diese Entwicklung besonders vor dem Hintergrund steigender STI-Zahlen in Deutschland.

Ergebnisse der ABDA-Mitgliederversammlung: Keine Mehrheit für Overwiening

Die Wahl zur neuen ABDA-Spitze findet erst im kommenden Jahr statt. Bei der heutigen Mitgliederversammlung der ABDA wurde Gabriele Regina Overwiening zwar erneut für das Amt der ABDA-Präsidentin vorgeschlagen. Im ersten Wahlgang gab es jedoch keine Mehrheit für die amtierende ABDA-Präsidentin. Die Wahlen für die Ämter des/der Vize-Präsident/-in und für die/den Vertreter/-in der nicht-selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker haben nicht stattgefunden. Laut ABDA-Satzung erhalten die Mitglieder ABDA (17 Landesapothekerkammern und 17 Landesapothekerverbände) nun erneut die Möglichkeit, Vorschläge für die drei genannten Ämter einzureichen. Innerhalb von sechs Wochen kommt dann die Mitgliederversammlung für eine Neuwahl erneut zusammen. Bis zur Neuwahl bleiben die gewählten Vorstandsmitglieder nach der Satzung im Amt. Mehr Informationen auf www.abda.de

Visugromab und Nivolumab: Neuer Ansatz in der Krebsbehandlung

Die erste klinische in Nature publizierte Studie mit dem anti-GDF-15-Antikörper Visugromab in Kombination mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Nivolumab bei fortgeschrittenem Krebs bestätigt den Erfolg der Forschung „from bench to bedside“. Wichtige Vorarbeiten leistete die AG von Jörg Wischhusen am UKW mit der Erkenntnis, dass der Wachstums- und Differenzierungsfaktor 15 (GDF-15) die Wirkung von Immuntherapien wie anti-PD-1 hemmt, mit dem Konzept zur Verbesserung der Immuninfiltration in Tumore durch GDF-15-Blockade sowie mit der Entwicklung und Patentierung von anti-GDF-15-Antikörpern. Dass und wie der in vielen soliden Tumoren stark überexprimierte Wachstums- und Differenzierungsfaktor GDF-15 (Growth/Differentiation Factor 15) effektive Immunantworten gegen Tumore verhindert, zeigten die Universitätsmedizin Würzburg und ihr Spin-Off CatalYm im vergangenen Jahr erstmals im Wissenschaftsjournal Nature Communications. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) konnte in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die etablierte…