Das Milliardengeschäft mit Reha-Patienten: Wie Private-Equity-Konzerne und Krankenkassen den deutschen Gesundheitsmarkt steuern
Deutschland hat ein Rehabilitationssystem entwickelt, das sich zu einem milliardenschweren Wirtschaftszweig ausgewachsen ist [1]. Im Jahr 2023 beliefen sich die Gesamtausgaben für Rehabilitation und Teilhabe auf 47,4 Milliarden Euro – ein Anstieg von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr [1]. Diese Summen verteilen sich auf verschiedene Kostenträger und Leistungserbringer, deren Interaktionen ein komplexes Geflecht aus medizinischer Versorgung und wirtschaftlicher Verwertung bilden. Die Strukturen dieses Systems offenbaren eine Industrie, in der Patientenströme gesteuert, Vergütungssätze verhandelt und Renditen maximiert werden. Kostenträger und Ausgabenstrukturen Die Finanzierung der Rehabilitation in Deutschland erfolgt primär durch zwei große Kostenträger: die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und die gesetzlichen Krankenkassen [2]. Die Deutsche Rentenversicherung investierte 2024 insgesamt 8,31 Milliarden Euro in die Rehabilitation, davon 6,67 Milliarden Euro für medizinische Rehabilitation und 1,25 Milliarden Euro für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben [3]. Im Vorjahr 2023 lagen die Bruttoausgaben der DRV bei…
