Forscher des Leibniz-Instituts für Alterung und der Stanford University haben einen umfassenden Atlas von Lysosomen im Gehirn erstellt, der die Unterschiede zwischen Lysosomen in Neuronen und anderen Gehirnzellen aufzeigt. Ein zentrales Ergebnis ist das Protein SLC45A1, das in neuronalen Lysosomen vorkommt und für die Regulierung des Säuregehalts entscheidend ist. Mutationen dieses Proteins führen zu Störungen im Eisenstoffwechsel und erklären neurologische Symptome, die als lysosomale Speicherstörungen klassifiziert werden können. Der Atlas ermöglicht präzisere Diagnosen seltener neurologischer Erkrankungen und eröffnet neue Therapieansätze, indem er die spezifischen lysosomalen Funktionen in verschiedenen Zelltypen beleuchtet. Diese Erkenntnisse sind essenziell für das Verständnis und die Behandlung von Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.
Veröffentlichung
Der zelltypaufgelöste Proteinatlas von Gehirnlysosomen identifiziert die SLC45A1-assoziierte Erkrankung als lysosomale Störung. Ali Ghoochani, Julia C. Heiby, Eshaan S. Rawat, Uche N. Medoh, Domenico Di Fraia, Wentao Dong, Marc Gastou, Mohit Rastogi, Vincent Hernandez, Kwamina Nyame, Nouf N. Laqtom, William Durso, Christina Valkova, Alina Isakova, Christoph Kaether, Marius Wernig, Natalia Gomez-Ospina, Christian Franke, Alessandro Ori, Monther Abu-Remaileh. Cell (2026) 189, 1-18; DOI: 10.1016/j.cell.2025.12.012
https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(25)01425-4
