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RFK Jr. stärkt Führungsteam im US-Gesundheitsministerium

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat sein Managementteam im Department of Health and Human Services (HHS) erweitert, um die Umsetzung der Gesundheitspläne von Präsident Trump und der „Make America Healthy Again“ (MAHA)-Agenda zu beschleunigen. Die Änderungen sollen die Fortschritte in der Gesundheitspolitik innerhalb kurzer Zeit weiter vorantreiben. Chris Klomp übernimmt die neu geschaffene Position des Chief Counselors beim HHS und erhält die Gesamtverantwortung für alle operativen Abläufe des Ministeriums. Klomp bringt langjährige Führungs- und Managementerfahrung mit. Zusätzlich wurden Kyle Diamantas und Grace Graham zu Senior Counselors für die Food and Drug Administration (FDA) ernannt, John Brooks zu Senior Counselor für die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS). Alle drei behalten ihre bisherigen Rollen und ergänzen künftig das direkte Beraterteam des Ministers. Kennedy betonte, dass das HHS in kurzer Zeit historische Fortschritte bei den Prioritäten der Trump-Administration erzielt habe. Dazu… 

Europäische Life-Sciences-Koalition gestartet: Mehr privates und öffentliches Kapital für Biotech-VC

Die European Life Sciences Coalition (ELSC) ist gestartet, um das europäische Ökosystem für Life-Sciences-Venture-Capital (VC) zu stärken. Die Initiative, die in Zusammenarbeit mit Invest Europe entstand, vereint führende europäische Life-Sciences-VC-Firmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure der Wertschöpfungskette. Gemeinsam verwalten die Mitglieder mehr als 24 Milliarden Euro in Life-Sciences-spezifischen Assets und haben über 1.400 Biotech- und Life-Sciences-Unternehmen mitbegründet oder finanziert. Trotz exzellenter wissenschaftlicher Grundlagen und Talente gelingt es Europa nicht ausreichend, Innovationen in der Life-Sciences-Branche zu skalieren und zu halten. Fragmentierte Kapitalmärkte, strukturelle Investitionsbarrieren, die Unterauslastung privater Ersparnisse, eine sinkende Zahl spezialisierter VC-Fonds und langsame, uneinheitliche Regulierungsprozesse behindern den Zugang zu Wachstumskapital. Die Folge: Europa kommt nur auf 7 Prozent des globalen Life-Sciences-VC-Marktes (USA: 63 Prozent, China: 14 Prozent). Von 67 EU-Biotech-Unternehmen, die in den vergangenen sechs Jahren an die Börse gingen, wählten 66 einen außerhalb der EU liegenden Handelsplatz. Die Koalition… 

Siemens Healthineers und Mayo Clinic erweitern strategische Zusammenarbeit für präzisere Krebs- und Neurodiagnostik

Siemens Healthineers und die Mayo Clinic vertiefen ihre langjährige Partnerschaft, um die Versorgung von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen, Prostatakrebs und metastasierten Lebertumoren zu verbessern. Die neue Vereinbarung zielt auf die klinische Umsetzung fortschrittlicher Bildgebungsverfahren, Künstlicher Intelligenz und minimal-invasiver Therapien ab und soll Diagnostik, Therapieplanung und Patientenergebnisse optimieren. Schwerpunkte der erweiterten Kooperation sind: Ziel der Partnerschaft ist eine präzisere, weniger invasive und individuell angepasste Versorgung. Durch die Kombination aus fortschrittlicher Bildgebung, KI und innovativen Therapieansätzen sollen frühere Diagnosen, personalisierte Behandlungspläne und bessere Outcomes ermöglicht werden. Die Mayo Clinic betonte, dass die Zusammenarbeit die Integration neuer Technologien in den klinischen Alltag beschleunigen soll. Siemens Healthineers sieht darin eine Chance, die Lebensqualität und -dauer von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen und Krebs spürbar zu verbessern. Die Kooperation baut auf einer bestehenden Partnerschaft auf und umfasst Technologieentwicklung, klinische Validierung und Translation in die Routineversorgung. Objektive… 

Einfluss von Deuterium auf Krebs-Genexpression bestätigt

Eine in der Fachzeitschrift International Journal of Molecular Sciences veröffentlichte Studie hat erstmals umfassend gezeigt, dass die Konzentration des Wasserstoff-Isotops Deuterium die Genexpression in Lungenadenokarzinom-Zellen signifikant beeinflusst. Das ungarische Unternehmen HYD LLC for Cancer Research and Drug Development wertet die Ergebnisse als Bestätigung seiner seit über 30 Jahren vertretenen These, dass Deuterium-depletiertes Wasser (DDW) als unterstützende Maßnahme bei Krebstherapien wirken kann. Die Untersuchung analysierte die Aktivität von 87 Genen in menschlichen Lungenkrebszellen unter verschiedenen Deuterium-Konzentrationen (40 ppm bis 300 ppm). Bei niedrigen Deuterium-Werten (wie in DDW) wurden Gene unterdrückt, die mit Zellproliferation, Überlebensmechanismen und Medikamentenresistenz assoziiert sind – darunter MYCN, ETS2 und ABCB1. Bei höheren Deuterium-Konzentrationen (deuteriertes Wasser) stieg die Expression onkogener und überlebensfördernder Signalwege wie EGFR, CTNNB1, STAT3 und CD44 an. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Deuterium als epigenetischer Regulator wirkt und Schwellenwerte für die Aktivierung von Zellteilung… 

KI in Neonatologie: Potenzial und Hürden für die Intensivpflege Frühgeborener

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universitat Politècnica de València (UPV) hat die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in Neonatologie-Intensivstationen (NICUs) systematisch untersucht. Die Übersichtsarbeit, die in Seminars in Fetal and Neonatal Medicine erschienen ist, wertet 41 Studien der vergangenen zehn Jahre aus und bewertet Chancen, technische Herausforderungen sowie ethische Aspekte. KI gewinnt in der Versorgung von Frühgeborenen und schwer kranken Neugeborenen zunehmend an Bedeutung. Sie unterstützt vor allem die Früherkennung von Komplikationen, die kontinuierliche Überwachung und die Vorhersage kritischer Ereignisse. Häufige Anwendungen betreffen das kardiovaskuläre, neurologische, respiratorische und infektiöse System. Algorithmen analysieren subtile klinische Signale aus physiologischen Daten, Video- oder Audioaufnahmen, die in der Routineüberwachung oft übersehen werden. Zu den wichtigsten Fortschritten zählen die frühe Detektion von Sepsis, die Abschätzung der Hirnreifung, die Vorhersage respiratorischer Episoden sowie die Optimierung von Echtzeit-Monitoring-Systemen. NICUs erzeugen enorme Mengen an Echtzeitdaten; KI kann diese… 

Zebrafisch-Modell klärt Fehlalarme im SMA-Neugeborenenscreening und verhindert unnötige Therapien

Ein positives Neugeborenenscreening auf spinale Muskelatrophie (SMA) gilt als medizinischer Notfall, der eine sofortige, teure und irreversible Therapie nach sich zieht. Forscher der Universität zu Köln und der Griffith University in Australien haben nun gezeigt, dass in seltenen Fällen ein solches Ergebnis ein genetischer Fehlalarm sein kann. Funktionelle Tests im Zebrafisch-Modell ermöglichen eine schnelle Klärung und schützen betroffene Familien vor Übertherapie. Das Team um Prof. Brunhilde Wirth (Köln) und Dr. Jean Giacomotto (Brisbane) untersuchte zwei Neugeborene – ein Mädchen aus Deutschland und einen Jungen aus Australien –, bei denen das Screening kein funktionsfähiges SMN1-Gen nachwies. SMA wird durch das Fehlen oder starke Funktionsverlust des SMN1-Gens ausgelöst; ohne frühe Behandlung drohen schwere Lähmungen oder der Tod im Säuglingsalter. Weiterführende Analysen ergaben bei beiden Kindern seltene SMN1-Varianten, deren krankheitsauslösende Wirkung bislang unbekannt war. Im Zebrafisch-Modell, das aufgrund der hohen genetischen und physiologischen… 

Psychedelika verstärken Zugriff auf Gedächtnisinhalte – neue Erklärung für Halluzinationen

Forscher der Ruhr-Universität Bochum, der Hong Kong Baptist University und weiterer Partner haben im Tiermodell erstmals hochaufgelöste Bilder der Gehirnaktivität nach Gabe psychedelischer Substanzen erstellt. Die Ergebnisse zeigen, wie diese Stoffe Wahrnehmung und Bewusstsein verändern und könnten erklären, warum visuelle Halluzinationen entstehen. Psychedelika binden vor allem an den Serotonin-2A-Rezeptor, der im visuellen Kortex hemmend wirkt und Lernprozesse beeinflusst. Dadurch wird die Verarbeitung aktueller Sehinformationen aus der Außenwelt erschwert. Das Gehirn kompensiert diese Lücke, indem es verstärkt auf gespeicherte Gedächtnisinhalte und Assoziationen zurückgreift – ein Mechanismus, der Halluzinationen begünstigt. Die Studie zeigt, dass Psychedelika in visuellen Hirnarealen niederfrequente Oszillationen im 5-Hz-Bereich intensivieren. Diese synchronisierten Aktivitätswellen fördern die Kommunikation mit dem retrosplenialen Kortex, einem Gebiet, das als Brücke für den Abruf gespeicherter Informationen dient. Das Gehirn wechselt dadurch in einen Modus, der weniger auf aktuelle Reize reagiert und stattdessen Wahrnehmungen aus inneren… 

Physiotherapie-Ausbildung: Ausbeutung statt Vergütung

Die Ausbildung zur Physiotherapeutin oder zum Physiotherapeuten in Deutschland dauert in der Regel drei Jahre und führt zum staatlich anerkannten Berufsabschluss. Trotz hoher Verantwortung und intensiver praktischer Einsätze in Kliniken, Reha-Einrichtungen und Praxen erhalten die meisten Auszubildenden bis heute keine oder nur sehr selten eine angemessene Vergütung. Stattdessen müssen viele selbst finanzielle Beiträge leisten – in Form von Schulgeld, Materialkosten, Fahrtkosten oder Lebenshaltung. Dieses Modell wird seit Jahren als strukturelle Benachteiligung und teilweise als Ausbeutung kritisiert, weil junge Menschen über Jahre hinweg qualifizierte Arbeitsleistung erbringen, ohne angemessene Gegenleistung zu erhalten. Rechtliche und strukturelle Grundlage der Ausbildung Die Physiotherapie-Ausbildung ist bundesrechtlich als schulische Ausbildung im Gesundheitsfachberufegesetz (MPhG) geregelt. Sie umfasst etwa 2.900 Stunden theoretischen Unterricht und 1.600 Stunden praktische Ausbildung. Der theoretische Teil findet fast ausschließlich an Berufsfachschulen statt – staatlich, kommunal, kirchlich oder privat. Der praktische Teil erfolgt in externen… 

Dr. Wolfgang Matz ist Vorstandsvorsitzender der KKH. Credits: KKH

KKH-Chef: Mehr KI gegen Betrug und Steuern statt Beiträge für versorgungsfremde Leistungen

In einem Exklusivinterview mit dem DGKL Informationsportal MedLabPortal hat sich der Vorstandsvorsitzende der KKH Kaufmännische Krankenkasse, Dr. Wolfgang Matz, über die aktuelle Lage der GKV, Abrechnungsbetrug und die Potenziale von KI geäußert. Danach meldete die KKH 2024 mit 5,4 Millionen Euro den höchsten Schaden durch Abrechnungsbetrug. Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Matz sieht Erfolge durch eine eigene Prüfgruppe und Hinweisgeber aus Behörden, Medien und Versicherten. Da Betrug meist mehrere Kassen betrifft, fordert er kassenübergreifende KI-Datenanalysen zur effektiveren Aufdeckung. Die jährliche Fachtagung der KKH diskutiert Prävention und Rechtsfragen mit Experten und Behörden. Eine gesetzliche Grundlage für solche KI-Verfahren wurde erwartet, fiel jedoch nach dem Regierungswechsel Anfang 2025 weg. Das Dunkelfeld wird auf bis zu 20 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Matz kritisiert politisch verursachte Defizite der GKV: Ausgaben steigen schneller als Einnahmen, Reformen schränken Steuerung ein, Rücklagen wurden abgebaut. Die KKH schloss 2024 mit… 

Mikrofluidik-Chip ermöglicht einstufige Analyse von PFAS und anderen Schadstoffen in trüben Proben

Forschende des Korea Research Institute of Chemical Technology (KRICT) und der Chungnam National University haben einen innovativen mikrofluidischen Chip entwickelt, der Schadstoffe wie Perfluoroktansäure (PFOA) und Carbamazepin direkt aus feststoffhaltigen Proben (z. B. Sand-Wasser-Gemische) extrahiert und analysiert – ohne vorherige Filtration oder andere Vorbehandlungsschritte. Die Ergebnisse erschienen als Titelartikel in ACS Sensors (DOI: 10.1021/acssensors.5c01878, Impact Factor 9.1). Herkömmliche Analysen von Umwelt-, Lebensmittel- oder Trinkwasserproben erfordern meist mehrere Schritte: Feststoffentfernung (Filtration), Extraktion und Anreicherung. Bei trüben Proben kann die Filtration jedoch Spurenstoffe mit entfernen oder die Analytik verfälschen. Das neue Gerät löst dieses Problem durch eine „Trap“-basierte Mikrofluidik-Architektur: Ein kleiner Extraktions-Tröpfchen bleibt in einer Mikrokammer gefangen, während die Probe kontinuierlich durch einen angrenzenden Mikrokanal fließt. Zielmoleküle diffundieren selektiv in den Tröpfchen, Festpartikel passieren hingegen ungehindert. Nach der Extraktion kann der Tröpfchen entnommen und direkt analysiert werden (z. B. per HPLC). Die…