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Tragbares optisches System misst Glukose im Schweiß

Ein internationales Forschungsteam der Universität Oulu hat ein tragbares optisches Glukose-Messsystem entwickelt, das nicht-invasiv Glukosekonzentrationen im Schweiß detektiert. Die Ergebnisse wurden am 26. Januar 2026 in der Fachzeitschrift Microsystems & Nanoengineering veröffentlicht (DOI: 10.1038/s41378-025-01152-6). Diabetes betrifft weltweit Hunderte Millionen Menschen und erfordert häufige Glukosekontrollen, um Komplikationen zu vermeiden. Bisherige kontinuierliche Glukosemesssysteme basieren meist auf subkutanen elektrochemischen Sensoren, die Infektionsrisiken, Entzündungen und reduzierte Langzeitakzeptanz mit sich bringen. Schweiß gilt als attraktives nicht-invasives Biofluid, da seine Glukosewerte mit denen im Blut korrelieren. Allerdings liegen Schweiß-Glukosekonzentrationen 10–100-fach niedriger als im Blut und werden leicht durch interferierende Stoffe überlagert. Das neue System integriert plasmonische Nanopillar-Sensoren mit einem optischen Uhren-Prototyp. Es nutzt rotes Licht zur Anregung von lokalisierter Oberflächenplasmonenresonanz (LSPR) in silberbeschichteten Silizium-Nanopillars, die mit 4-Mercaptophenylboronsäure funktionalisiert sind. Diese bindet selektiv Glukose über deren cis-Diol-Struktur und verändert die lokale optische Umgebung – messbar als Änderung… 

Parvoviren –  Unterschätzte Bedrohung für Mensch und Tier

Parvoviren, kleine, einzellige DNA-Viren aus der Familie der Parvoviridae, sind aufgrund ihrer hohen Umweltresistenz und Infektiosität ein bedeutendes Thema in der Human- und Veterinärmedizin. Diese Viren infizieren eine Vielzahl von Wirten, darunter Menschen, Hunde, Katzen und andere Säugetiere, und verursachen ein breites Spektrum an Krankheitsbildern – von milden, selbstlimitierenden Infektionen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Besonders problematisch sind die potenziell schwerwiegenden Komplikationen bei immunsupprimierten Patienten, Schwangeren und Jungtieren sowie die Gefahr von Verwechslungen mit anderen Erkrankungen, die eine rechtzeitige Diagnose erschweren können. Dieser Bericht beleuchtet die Biologie der Parvoviren, die damit verbundenen Risiken, Nachweismethoden und die Herausforderungen durch lebensbedrohliche Verwechslungen. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis dieser unterschätzten Erreger zu vermitteln und die Bedeutung präventiver Maßnahmen zu unterstreichen. Biologie und Eigenschaften von Parvoviren Parvoviren gehören zu den kleinsten bekannten Viren mit einem Durchmesser von etwa 18–26 nm. Ihr Genom besteht… 

Blutmarker erkennen erbliche Alzheimer-Krankheit

Bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung für Alzheimer zeigen sich bereits elf Jahre vor dem erwarteten Auftreten von Demenzsymptomen veränderte Blutwerte, die auf geschädigte Nervenzellkontakte hinweisen. Dies zeigt sich im Spiegel des Proteins „Beta-Synuclein“. Ein internationales Team, darunter Forschende des DZNE, des Universitätsklinikums Ulm und der Universitätsmedizin Halle, berichtet darüber im Fachjournal „ Alzheimer’s & Dementia “. Der untersuchte Biomarker könnte möglicherweise dazu beitragen, Neurodegeneration frühzeitig zu erkennen und so einen geeigneten Zeitpunkt für den Beginn einer Behandlung festzulegen. Derzeit stehen neue Medikamente zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit , der häufigsten Demenzform, zur Verfügung. Diese sogenannten Amyloid-Antikörper lösen den Abbau winziger Ablagerungen im Gehirn aus und können so den Krankheitsverlauf verzögern. Voraussetzung ist jedoch eine Behandlung im Frühstadium der Erkrankung. „Eine frühzeitige Diagnose wird daher immer wichtiger. Derzeit wird Alzheimer jedoch meist erst sehr spät diagnostiziert. Wir brauchen daher Fortschritte in der Diagnostik. Sonst können… 

Labor: Blutwerte können Glaukom anzeigen

Die Analyse von Blutwerten gewinnt in der modernen Augenheilkunde zunehmend an Bedeutung. Während Blutuntersuchungen in anderen medizinischen Bereichen längst Standard sind, zeigt sich nun auch ihr wertvoller Beitrag zur Diagnose von Augenerkrankungen[6]. Besonders aufschlussreich sind serologische Untersuchungen, bei denen spezifische Antikörper im Blutserum nachgewiesen werden können. Diese ermöglichen die Identifikation verschiedener Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze, die Augenerkrankungen verursachen können[4]. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Analyse der Gerinnungswerte vor Augenoperationen. Die Bestimmung des Quick-Wertes und der partiellen Thromboplastinzeit gibt Aufschluss über mögliche Blutungsrisiken[4]. Auch Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein und die Blutsenkungsgeschwindigkeit liefern wichtige diagnostische Hinweise. Besonders interessant sind neue Forschungsergebnisse zu Glaukom-Patienten. Bei ihnen wurden veränderte Zitrat-Spiegel und eine andere Zusammensetzung der Autoantikörper festgestellt[6]. Diese Erkenntnisse könnten künftig zu verbesserten Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten führen. Die Durchblutung des Auges selbst lässt sich mittels farbkodierter Dopplersonographie untersuchen. Diese spezielle… 

KnowItAll 2025: Revolutionäre Software für Spektralanalyse

Wiley, einer der weltweit größten Verlage und ein global führendes Unternehmen im Bereich Forschung und Lehre, gab heute die Veröffentlichung der neuen Version seiner KnowItAll-Software bekannt, mit zahlreichen Fortschritten zur Beschleunigung der Spektralanalyse und Optimierung der Arbeitsabläufe. KnowItAll 2025, die neueste Version von Wileys umfassender Software-Suite für Spektralanalyse und analytisches Datenmanagement, führt ein bahnbrechendes neues Tool zur Automatisierung der LC-MS-Analyse, verbessertes Datenmanagement und zahlreiche weitere Funktionen zur Optimierung der Analyse über mehrere Spektraltechniken hinweg ein. „Der Zugang zu automatisierten Lösungen und umfassenden Datensätzen ist für den Analyseerfolg von Laboren von entscheidender Bedeutung“, sagte Graeme Whitley, Direktor für Data Science Solutions bei Wiley. „KnowItAll 2025 stellt einen großen Fortschritt in unserer Mission dar, diese Tools für die wissenschaftliche Gemeinschaft zu erweitern, mit der Einführung eines neuen Tools, das die LC-MS-Analyse einem breiteren Forscherkreis zugänglich macht.“ Mit dem neuen LC Expert von… 

Blutwerte der Demenz: Ein Überblick

Die Forschung macht bedeutende Fortschritte bei der Früherkennung von Demenz durch Blutuntersuchungen. Hier sind die wichtigsten Entwicklungen: Beta-Synuclein als vielversprechender Biomarker Wissenschaftler haben das Protein Beta-Synuclein im Blut als wichtigen Indikator für eine beginnende Alzheimer-Erkrankung identifiziert. Dieses Protein steigt bereits im Frühstadium der Erkrankung an und könnte Nervenschädigungen etwa zehn Jahre vor dem Auftreten erster Symptome anzeigen[1]. Die Methode wurde in Studien mit 374 Patienten getestet und zeigte eine deutliche Korrelation zwischen Beta-Synuclein-Konzentration und strukturellen Veränderungen im Gehirn[2]. MicroRNAs als molekularer Fingerabdruck Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam entwickelte einen Test basierend auf MicroRNAs im Blut. Etwa 20 spezifische MicroRNAs bilden dabei einen molekularen Fingerabdruck, der mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet wird. Diese Methode ermöglicht die Identifikation von Menschen mit Alzheimer-Demenz sowie von Personen mit erhöhtem Demenzrisiko[4]. Protein-Biomarker für Langzeitprognose Wissenschaftler identifizierten vier entscheidende Proteine im Blut: – GFAP (zeigt Gehirnentzündungen an)– NEFL (verbunden… 

Breakthrough in Automated Detection of Leishmaniasis Parasites

Scientists have developed a groundbreaking computational system that automates the detection and counting of Leishmania parasites in microscopy images, potentially revolutionizing the way tropical diseases are studied and treated[1]. Leishmaniasis, a devastating tropical disease affecting millions worldwide with up to 30,000 deaths annually, has long posed challenges for researchers due to the time-consuming process of manually counting parasites under microscopes[1]. The new system employs advanced image processing techniques and machine learning to automatically identify and count the parasites within infected cells. Using a combination of sophisticated algorithms, the system achieved an impressive 93.3% accuracy rate in detecting parasites[1]. This technological advancement is particularly significant for laboratories in developing countries, where expensive high-content screening systems are often unavailable. The system works with standard microscopy equipment and Giemsa staining, making it accessible to facilities with limited resources[1]. The research team, comprised of… 

Limbach Gruppe dominiert die Labormedizin

Labormedizinischer Riese: Limbach Gruppe dominiert deutsche Diagnostiklandschaft Die Limbach Gruppe hat sich seit ihrer Gründung 1979 in Heidelberg zum größten inhabergeführten Laborunternehmen Deutschlands entwickelt. Mit einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro (2021) und über 7.700 Mitarbeitern ist das Unternehmen heute ein Schwergewicht der medizinischen Diagnostik[1][6]. Die unter der Führung der Limbach Verwaltungs SE stehende Gruppe umfasst 47 Tochterunternehmen in Deutschland und zwei weitere im Ausland. Mehr als 300 Fachärzte stehen als direkte Ansprechpartner für niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser zur Verfügung. Täglich werden über 3.000 verschiedene Laborparameter in den Einrichtungen der Gruppe analysiert[1][3]. Das Leistungsspektrum geht weit über die klassische Labormedizin hinaus. Unter der Marke Limbach Analytics betreibt die Gruppe an sieben Standorten Einrichtungen für Lebensmittel-, Wasser- und Umweltanalytik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf der Pränataldiagnostik, wo die Gruppe in Kooperation mit dem Technologieführer Illumina nicht-invasive Pränataltests anbietet[1]. Am Hauptsitz… 

Vitamin D Test: Kosten und Kostenübernahme

Ein Vitamin-D-Test kann wichtige Informationen über den Gesundheitszustand liefern, ist aber nicht immer von den Krankenkassen abgedeckt[1]. Hier die wichtigsten Punkte: Kosten des Tests – Ein Vitamin-D-Test kostet in der Regel zwischen 20 und 30 Euro[1].– Bei Laboruntersuchungen können die Kosten auf bis zu 65 Euro steigen[1]. Kostenübernahme durch Krankenkassen – Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nur bei medizinischer Notwendigkeit[1].– Ein Verdacht auf Vitamin-D-Mangel allein reicht für eine Kostenübernahme nicht aus[1]. Medizinische IndikationenKrankenkassen zahlen den Test bei:– Osteoporose– Nierenerkrankungen– Einnahme bestimmter Medikamente[1] Selbstzahler-Option – Patienten können den Test als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst bezahlen[1].– Ein Gespräch mit dem Arzt ist ratsam, um die Notwendigkeit des Tests zu klären[1]. Alternativen zum Test – Experten empfehlen oft eine vorsorgliche Vitamin-D-Einnahme statt eines Tests[1].– Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu einer täglichen Aufnahme von 20 Mikrogramm Vitamin D[1]. Quellen:[1] vitamin-d-test-kosten-krankenkasse-27-9-24-101820847 https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/vitamin-d-test-kosten-krankenkasse-27-9-24-101820847

Borreliose: Symptome und Laborwerte

Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit, die verschiedene Organsysteme betreffen kann. Die Erkrankung verläuft typischerweise in mehreren Stadien mit unterschiedlichen Symptomen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden. Symptome Die Symptome der Borreliose können vielfältig sein und treten oft in verschiedenen Stadien auf: Frühstadium (Stadium I) Wanderröte (Erythema migrans): Eine ringförmige, sich ausbreitende Hautrötung um die Einstichstelle, die bei etwa 90% der Erkrankten auftrittGrippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, AbgeschlagenheitLymphknotenschwellungen Erweitertes Frühstadium (Stadium II) Mehrfache Hautrötungen (polytope Erytheme)Gelenkentzündungen (Arthritis)Nervenentzündungen (Neuritiden) mit möglichen Lähmungserscheinungen, insbesondere GesichtslähmungHerzbeschwerden wie Herzrhythmusstörungen (selten) Spätstadium (Stadium III) Chronische Gelenkentzündungen, vor allem der KniegelenkeChronische Hautentzündungen (Acrodermatitis chronica atrophicans)Anhaltende neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle, Seh- oder Hörstörungen Laborwerte und Diagnostik Die Diagnose der Borreliose basiert auf einer Kombination aus klinischen Symptomen, Anamnese und Laboruntersuchungen: Antikörpertests IgM-Antikörper: Werden in frühen Stadien der Infektion…