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Blutstammzellen lassen sich metabolisch verjüngen

Am 13. Januar 2026 veröffentlichte das Team um Marie-Dominique Filippi vom Cincinnati Children’s Hospital Medical Center in der Fachzeitschrift Cell Stem Cell eine wegweisende Arbeit, die erstmals einen umkehrbaren metabolischen Mechanismus identifiziert, durch den hämatopoetische Stammzellen (HSCs) nach wiederholtem Stress oder im Alter ihre Funktion verlieren – und wie man diesen Prozess mit einem einfachen Metaboliten wieder korrigieren kann. Die Studie hat weitreichende Implikationen: Sie erklärt, warum manche Patienten nach einer erfolgreichen Stammzelltransplantation später eine Knochenmarkinsuffizienz oder sekundäre maligne Erkrankungen entwickeln. Gleichzeitig eröffnet sie einen möglichen Ansatz, um die Immunseneszenz im Alter abzuschwächen und die Impfantwort älterer Menschen zu verbessern. Das Problem: Erschöpfung von Blutstammzellen durch Stress und Alter Hämatopoetische Stammzellen sind für die lebenslange Produktion aller Blutzellen verantwortlich. Bei einer allogenen oder autologen Stammzelltransplantation (wie sie bei Leukämien, Lymphomen oder schweren Autoimmunerkrankungen Standard ist) werden diese Zellen massiv stimuliert:… 

Ratgeber Glioblastom: 10 Schritte zur Diagnose – und was Sie danach tun sollten

Die Diagnose eines Glioblastoms erfolgt in mehreren klar definierten Schritten, die Betroffenen und Angehörigen Orientierung und Sicherheit bieten können[1][2][3]. Nachfolgend werden die zehn wichtigsten Schritte im medizinischen Diagnoseprozess anhand aktueller Leitlinien, moderner Therapieverfahren und dem Kontext aktueller klinischer Studien erläutert[4][5][6]. 1. Anamnese und Erstsymptome Der Weg beginnt meist mit plötzlichen neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Krampfanfällen, Sprach- oder Sehproblemen[7][8]. Anamnese und körperliche Untersuchung legen die Basis für den Verdacht auf einen Hirntumor[1][2]. 2. Neurologische Untersuchung und kognitive Testverfahren Die neurologische Funktionsprüfung prüft Reflexe, Sensibilität, Muskelkraft und Koordination. Ergänzt wird dies häufig durch neuropsychologische Tests, etwa den Mini-Mental-Status-Test oder den Montreal Cognitive Assessment (MoCa), um kognitive Defizite zu erkennen[1][2]. 3. Bildgebung mittels MRT (und ggf. CT/PET) Die Magnetresonanztomografie (MRT) mit Kontrastmittel ist der Goldstandard. Sie identifiziert Tumorlage, -größe und -charakter, gibt erste Hinweise auf ein Glioblastom und grenzt es von anderen Hirnläsionen… 

FAQ: Wie unterscheidet man eine Zyste von einem Tumor?

Wenn bei einer medizinischen Untersuchung eine ungewöhnliche Wucherung entdeckt wird, stellen sich viele Menschen die Frage: Ist es eine Zyste oder ein Tumor? Beide Begriffe werden oft gehört, aber sie bezeichnen unterschiedliche Dinge. In diesem FAQ-Artikel erklären wir in medizinisch verständlicher Sprache, was Zysten und Tumore sind, wie sie sich unterscheiden und was bei der Diagnose wichtig ist. 1. Was ist eine Zyste? Eine Zyste ist ein gutartiger, mit Flüssigkeit, Gas oder halbflüssigem Material gefüllter Hohlraum, der von einer dünnen Wand (Kapsel) umgeben ist. Zysten können fast überall im Körper auftreten, z. B. in der Haut, den Eierstöcken, der Brust oder den Nieren. Eigenschaften einer Zyste: Symptome: Viele Zysten verursachen keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Größere Zysten können Drucksymptome (Schmerzen, Schwellungen) hervorrufen oder sichtbar sein. 2. Was ist ein Tumor? Ein Tumor ist eine Gewebevermehrung, die durch unkontrolliertes Wachstum… 

CAR-T-Zelltherapie bei Krebs verursacht „Gehirnnebel“

Nach der Behandlung mit CAR-T-Zellen – Immunzellen, die speziell dafür entwickelt wurden, Krebs anzugreifen – berichten Patienten ihren Ärzten manchmal, dass sie das Gefühl hätten, „im Kopf benebelt“ zu sein oder unter Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten zu leiden. Eine neue Studie unter Leitung von Stanford Medicine zeigt, dass die CAR-T-Zelltherapie unabhängig von anderen Krebsbehandlungen leichte kognitive Beeinträchtigungen verursacht. Dies geschieht über denselben zellulären Mechanismus wie kognitive Beeinträchtigungen durch zwei andere Ursachen: Chemotherapie und Atemwegsinfektionen wie Grippe und COVID-19. Die Studie, die hauptsächlich an Mäusen durchgeführt wurde und am 12. Mai online in Cell veröffentlicht wird , identifiziert auch Strategien zur Umkehrung des Problems. Medikamente, die den Gehirnnebel lindern, ermöglichen eine bessere Genesung von Krebsimmuntherapien, sagten die Forscher. „Die CAR-T-Zelltherapie ist enorm vielversprechend: Wir beobachten Langzeitüberlebende nach der CAR-T-Zelltherapie bei aggressiven Krebsarten und retten so Patienten, die sonst gestorben wären“, sagte die… 

Pankreaskarzinom: Neue Therapien, neue Hoffnung

Neue Therapieansätze eröffnen vielversprechende Perspektiven in der Behandlung des Pankreaskarzinoms, einer der aggressivsten Krebsarten mit bisher limitierten Behandlungsoptionen[7]. Die NEONAX-Studie, durchgeführt an 22 deutschen Pankreaskarzinom-Zentren, zeigt, dass eine präoperative Chemotherapie besser verträglich ist als eine postoperative Behandlung, mit einer Erfolgsquote von 90% gegenüber 42% bei der nachoperativen Therapie[4]. Innovative Behandlungsstrategien Kombinationstherapie Eine Kombination aus Operation und moderner Chemotherapie ermöglicht eine Fünf-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von bis zu 40%[3]. Die perioperative Systemtherapie hat sich als wichtiger nicht-chirurgischer Faktor zur Verbesserung des Überlebens erwiesen[4]. Molekulare Therapieansätze Ein bedeutender Durchbruch wurde mit KRAS-Inhibitoren erzielt, die bei Patienten mit spezifischer KRAS-G12C-Mutation das Tumorwachstum hemmen können[1]. Zusätzlich werden neue Immuntherapie-Konzepte entwickelt, die in Kombination mit KRAS-G12D-Inhibitoren vielversprechende Ergebnisse zeigen[1]. Personalisierte RNA-Impfstoffe BioNTech entwickelt derzeit in einer Phase-2-Studie mit 260 Patienten einen individualisierten mRNA-basierten Therapieansatz, der in Kombination mit Checkpoint-Inhibitoren und Standardchemotherapie eingesetzt wird[5]. Erste Daten weisen auf ein… 

HTAN: Scientists uncover clues to precancer and tumor biology

New insights from multiple studies provide critical information on how cancer tumors develop, spread, and respond to treatments. The 10 studies from the Human Tumor Atlas Network (HTAN), a National Institutes of Health (NIH)-funded Cancer Moonshot? initiative to construct three-dimensional maps of human tumors, will be published Oct. 31, 2024, across several Nature journals. Several studies explore the role of the tumor microenvironment and the immune system in promoting the spread of cancer and its resistance to treatment. Three studies map the trajectory of precancerous colorectal tissues toward cancer by measuring the contributions of multiple molecular and cellular events. Multiple new HTAN papers describe the development of innovative single-cell technology and analysis platforms. An accompanying research briefing by W. Kimryn Rathmell, M.D., Ph.D., director of NIH’s National Cancer Institute (NCI), and Dinah Singer, Ph.D., NCI deputy director for scientific strategy… 

Prostatakrebs: Die innovativsten Therapien

Die Behandlung von Prostatakrebs hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, mit innovativen Therapieansätzen und spezialisierten Behandlungszentren, die neue Hoffnung für Betroffene bieten. Innovative Therapieansätze Ein vielversprechender neuer Wirkstoff namens KMI169 wurde von Forschern der Universität Freiburg entwickelt. Dieser Hemmstoff richtet sich gezielt gegen das Enzym KMT9, das bei der Entstehung von Prostatakrebs eine zentrale Rolle spielt. Besonders bemerkenswert ist seine Wirksamkeit bei therapieresistenten Krebsformen, die gegen herkömmliche Behandlungen nicht mehr ansprechen[6][7]. Die Klinik für Nuklearmedizin in Fulda bietet seit Januar 2024 die PSMA-Radioligandentherapie an. Diese innovative Behandlung nutzt radioaktive Substanzen, die gezielt Tumorzellen angreifen und dabei das umliegende gesunde Gewebe weitgehend verschonen. Obwohl keine vollständige Heilung möglich ist, kann diese Therapie die Lebensqualität verbessern und das Leben verlängern[5]. Spezialisierte Behandlungszentren Die Martini-Klinik in Hamburg hat sich als weltweit führendes Zentrum für Prostatakrebs etabliert. Mit einem einzigartigen System von… 

Proteins in foods suppress gut tumors

Researchers led by Hiroshi Ohno at the RIKEN Center for Integrative medical sciences (IMS) in Japan have discovered that food antigens like milk proteins help keep tumors from growing in our guts, specifically the small intestines. Experiments revealed how these proteins trigger the intestinal immune system, allowing it to effectively stop the birth of new tumors. The study was published in the scientific journal Frontiers in Immunology. Food antigens get a lot of negative press because they are the source of allergic reactions to foods such as peanuts, shellfish, bread, eggs, and milk. Even when they don’t lead to allergic reactions, these antigens—along with the many others found in plants and beans—are still considered foreign objects that need to be checked out by the immune system. Ohno and his team have previously reported that food antigens activate immune cells in… 

PFAS: Hohes Gesundheitsrisiko für Babys

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) stellen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Babys dar. Diese synthetischen Chemikalien, auch als „Ewigkeitschemikalien“ bekannt, können auf verschiedene Weise die Entwicklung und das Wohlbefinden von Säuglingen beeinträchtigen. Exposition und Übertragung Babys sind PFAS bereits vor der Geburt ausgesetzt. Diese Chemikalien können die Plazentaschranke passieren und vom mütterlichen Blutkreislauf in den fetalen Kreislauf gelangen[4]. Nach der Geburt setzt sich die Exposition durch das Stillen fort, da PFAS in der Muttermilch nachgewiesen wurden[2][4]. Auswirkungen auf das fetale Wachstum Studien haben gezeigt, dass eine erhöhte PFAS-Belastung der Mutter mit einem verringerten Geburtsgewicht des Neugeborenen assoziiert ist[4]. Dies könnte auf Veränderungen im Fettsäurestoffwechsel zurückzuführen sein, möglicherweise durch die Aktivierung des PPAR-Rezeptors im Zellkern[4]. Beeinträchtigung der Immunfunktion Eine der schwerwiegendsten Auswirkungen von PFAS auf Babys ist die Beeinträchtigung der Immunfunktion. Studien haben gezeigt, dass eine erhöhte PFAS-Exposition mit… 

Prostatakrebs: Die ersten Anzeichen

Die Frage beschäftigt viele Männer: Welche Symptome sind die ersten Anzeichen für Prostatakrebs? Hier kommen die wichtigsten Fakten. Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Männern, insbesondere bei denen über 50 Jahren. Die Symptome im Frühstadium sind oft unspezifisch und können leicht mit anderen, weniger schwerwiegenden Erkrankungen verwechselt werden. Hier sind einige der ersten Anzeichen und Symptome, die auf Prostatakrebs hindeuten können: – Vermehrter Harndrang, besonders nachts (Nykturie)[1][3][4]. – Schwierigkeiten beim Wasserlassen, wie ein schwacher oder unterbrochener Harnfluss, Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens oder Unfähigkeit zu urinieren (Harnverhalt)[1][3][4]. – Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit[2][3][4]. – Schmerzhafte Ejakulation und Erektionsprobleme bis hin zur Impotenz[1][3][4]. – Schmerzen im unteren Rücken, Becken oder Oberschenkel, die auf eine Ausbreitung des Krebses hinweisen können[1][2][4]. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome auch bei anderen, weniger ernsten Erkrankungen auftreten können, wie etwa bei…