Blutstammzellen lassen sich metabolisch verjüngen
Am 13. Januar 2026 veröffentlichte das Team um Marie-Dominique Filippi vom Cincinnati Children’s Hospital Medical Center in der Fachzeitschrift Cell Stem Cell eine wegweisende Arbeit, die erstmals einen umkehrbaren metabolischen Mechanismus identifiziert, durch den hämatopoetische Stammzellen (HSCs) nach wiederholtem Stress oder im Alter ihre Funktion verlieren – und wie man diesen Prozess mit einem einfachen Metaboliten wieder korrigieren kann. Die Studie hat weitreichende Implikationen: Sie erklärt, warum manche Patienten nach einer erfolgreichen Stammzelltransplantation später eine Knochenmarkinsuffizienz oder sekundäre maligne Erkrankungen entwickeln. Gleichzeitig eröffnet sie einen möglichen Ansatz, um die Immunseneszenz im Alter abzuschwächen und die Impfantwort älterer Menschen zu verbessern. Das Problem: Erschöpfung von Blutstammzellen durch Stress und Alter Hämatopoetische Stammzellen sind für die lebenslange Produktion aller Blutzellen verantwortlich. Bei einer allogenen oder autologen Stammzelltransplantation (wie sie bei Leukämien, Lymphomen oder schweren Autoimmunerkrankungen Standard ist) werden diese Zellen massiv stimuliert:…






