Zum Inhalt springen
Home » Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Gebrechlichkeit entdeckt

Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Gebrechlichkeit entdeckt

Eine aktuelle Studie mit Daten von über 4.500 Erwachsenen aus den USA zeigt einen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Gebrechlichkeit. Die Analyse der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) ergab, dass eine geringe Vielfalt des oralen Mikrobioms mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Gebrechlichkeit und einem erhöhten Sterberisiko verbunden ist.

Das orale Mikrobiom umfasst alle Mikroorganismen in der Mundhöhle, darunter Bakterien, Viren und Pilze. Ein ausgeglichenes Mikrobiom unterstützt die Mundgesundheit, indem es schädliche Bakterien kontrolliert und das Immunsystem stärkt. Eine reduzierte Mikrobiom-Diversität kann hingegen Entzündungen wie Gingivitis oder Parodontitis sowie Karies fördern. Die Studie fand zudem, dass Zahnverlust und Gebrechlichkeit miteinander korrelieren, was die Bedeutung der Mundgesundheit für ein gesundes Altern unterstreicht.

Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit lebenslanger Mundpflege. Neben regelmäßigem Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta gewinnen die Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zunge an Bedeutung. Die Zunge beherbergt die meisten Mundbakterien, weshalb antibakterielle Zungen- und Interdental-Gele empfohlen werden. Ähnliche Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und Erkrankungen wie Demenz verdeutlichen, dass Mundpflege nicht nur für die Sprachentwicklung in jungen Jahren, sondern auch für die Gesundheit im Alter entscheidend ist.

Quellen:

[1] Yang S, He Y, Ma Y, Wang R, Wu Y, Wu W. Associations between the oral microbiome, number of teeth and frailty among American adults: A cross-sectional study from NHANES 2009-2012. Exp Gerontol. 2025 Mar 5;203:112727. doi: 10.1016/j.exger.2025.112727. Epub ahead of print. PMID: 40054511.