Die US-amerikanische Celtic-Punk-Band Dropkick Murphys hat bei ihrem Auftritt auf der „Vans Warped Tour“ in Long Beach für einen kontroversen Moment gesorgt. Während der Performance ihres Songs „First Class Loser“ widmete die Band, angeführt von Frontmann Ken Casey, das Stück dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und ließ dabei eine provokante Videomontage auf der Bühnenleinwand abspielen. Diese zeigte Aufnahmen von Trump gemeinsam mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und enthielt den eingeblendeten Schriftzug „First Class Loser“.
Die Botschaft der Band war unmissverständlich: Mit scharfen Worten kritisierte Ken Casey Trump und bezeichnete ihn als „Typen, der oranges Make-up trägt, sich in Windeln in die Hose sch****, Frauen vergewaltigt und Kinder anfasst“. Die Videosequenzen thematisierten unter anderem Trumps Verbindung zur Epstein-Affäre, die den Präsidenten seit Jahren politisch belastet. Bilder und Clips, die Trump beim „heimlichen“ Trinken oder in vertrautem Umgang mit Epstein zeigten, unterstrichen die kritische Haltung der Band. Das Konzertvideo, das auch vom Account „Republicans Against Trump“ auf Social Media geteilt wurde, löste im Netz große Resonanz aus, wobei viele Fans und Trump-Gegner die Dropkick Murphys für ihren Mut feierten.
Die Aktion ist kein Einzelfall. Die Dropkick Murphys sind bekannt für ihre klare politische Haltung. Bereits im März 2025 machte Ken Casey Schlagzeilen, als er bei einem St.-Patrick’s-Day-Konzert in Boston einen Fan mit einer „Make America Great Again“-Kappe öffentlich zurechtwies. In einem Interview im Podcast des MeidasTouch Network bezeichnete Casey Trump als „Ratte und Feigling“ und betonte, dass der Präsident das Gegenteil dessen verkörpere, wofür die Band stehe. Auch Elon Musk, der inzwischen nicht mehr Teil der Trump-Regierung ist, wurde von Casey scharf kritisiert: „Trump und Musk lachen über die Arbeiterklasse“, so der Sänger.
Die Epstein-Affäre bleibt ein heikles Thema für Trump. Obwohl keine Klientenliste Epsteins veröffentlicht wurde, halten sich Gerüchte über seine Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten hartnäckig. Trump selbst versuchte kürzlich, seine frühere Freundschaft mit Epstein herunterzuspielen, indem er behauptete, der Bruch sei erfolgt, weil Epstein Mitarbeiterinnen aus Trumps Mar-a-Lago-Club „gestohlen“ habe. Dennoch bleiben die gemeinsamen Fotos aus den 1990er-Jahren und die damit verbundenen Fragen eine Belastung für den Präsidenten.
Die Dropkick Murphys nutzen ihre Plattform konsequent, um politische Missstände anzuprangern. Ihr aktuelles Album „For The People“ kanalisiert laut eigener Aussage „Wut über den politischen Zustand der Welt“. Mit ihrem Auftritt in Long Beach haben sie erneut bewiesen, dass sie keine Scheu haben, ihre Überzeugungen lautstark zu vertreten. Im Oktober wird die Band für acht Konzerte nach Deutschland kommen, wo Fans weitere energiegeladene Shows und möglicherweise weitere politische Statements erwarten dürfen.
Anmerkung: Der Bericht basiert auf aktuellen Informationen aus Webquellen und Social-Media-Beiträgen. Die Darstellung der Epstein-Affäre und Trumps Verbindung dazu ist komplex und wird bei LabNews Media LLC an anderer Stelle umfassender dokumentiert.

