Ein neuer Simulator bietet Krankenpflegeschülern die Möglichkeit, lebenswichtige Verfahren wie die künstliche Beatmung und das Absaugen der Trachea bei Kindern praxisnah zu üben.
Forscher der Universität Hokkaido in Japan haben ein neues Trainingsgerät entwickelt, das Krankenpflegeschülern die Fähigkeiten vermittelt, die sie für die Pflege von Kindern benötigen, die künstlich beatmet werden müssen und eine Trachealabsaugung benötigen. In einer im Journal of Nursing Care & Reports veröffentlichten Studie hob das Team die Rolle des Simulators bei der Bewältigung der erheblichen Zunahme von Kindern hervor, die spezielle medizinische Versorgung benötigen.
Aktuelle Statistiken des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales zeigen einen besorgniserregenden Trend in Japan: Die Zahl der Kinder, die medizinische Versorgung benötigen, hat sich zwischen 2011 und 2021 verdoppelt. Dieser Anstieg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter erhebliche gesellschaftliche Veränderungen und eine Zunahme komplexer Erkrankungen, die fortgeschrittene Eingriffe erfordern. Fortschritte in der Medizintechnik haben auch die Überlebensraten schwerkranker Kinder verbessert, was zu einer größeren Bevölkerungsgruppe führt, die kontinuierliche medizinische Unterstützung benötigt. Das Gesetz zur Unterstützung technologieabhängiger Kinder und ihrer Familien unterstreicht ein wachsendes Bewusstsein für die Bedürfnisse dieser gefährdeten Kinder und spiegelt einen Trend hin zu mehr häuslicher medizinischer Versorgung wider.
Die Einführung des Simulators stellt einen erheblichen Fortschritt in der Krankenpflegeausbildung dar und ist eine Reaktion auf die sich wandelnden Anforderungen im Gesundheitswesen. Der Simulator mit der Bezeichnung Simmar+ESTE-SIM kombiniert physische Geräte mit Computerprogrammen und bietet so eine umfassende Ausbildung, die zukünftige Krankenpfleger darauf vorbereitet, Kindern mit speziellen Gesundheitsanforderungen eine qualitativ hochwertige Pflege zukommen zu lassen.

Credits:
Noriyo Colley et al. Journal of Nursing Care & Reports. 30. September 2024
http://dx.doi.org/10.47485/2693-2326.1051

