Joseph Kent, Direktor des National Counterterrorism Center (NCTC), hat seinen Rücktritt erklärt. In einem Schreiben an Präsident Trump, das am 17. März 2026 bekannt wurde, begründet er den Schritt mit Gewissenskonflikten wegen des laufenden Krieges gegen Iran.
Kent erklärt, Iran habe keine unmittelbare Bedrohung für die USA dargestellt. Der Krieg sei auf Druck Israels und des mächtigen amerikanischen Lobby-Netzwerks zustande gekommen. Er wirft vor, dass hochrangige israelische Vertreter und einflussreiche Medienvertreter in den USA eine Desinformationskampagne gestartet hätten, um eine Kriegsstimmung zu erzeugen. Diese Taktik habe den Präsidenten in die Irre geführt und in einen Konflikt gezogen, der amerikanische Soldatenleben koste und die Ressourcen des Landes erschöpfe.
Der scheidende Direktor beruft sich auf Trumps frühere Amtszeiten, in denen dieser militärische Schläge – etwa die Tötung von Qasem Soleimani und die Niederlage des IS – ohne langfristige Kriegsverstrickung durchgeführt habe. Den aktuellen Kurs sieht Kent als Abkehr von dieser Linie. Als Veteran mit elf Auslandseinsätzen und Witwer einer im Krieg gefallenen Soldatin lehnt er es ab, weitere Generationen in einen Konflikt zu schicken, der keinen Nutzen für die USA bringe.
Kent appelliert an den Präsidenten, den Kurs zu überdenken und eine neue Richtung einzuschlagen, um Chaos und weiteren Niedergang zu verhindern. Der Rücktritt erfolgt mit sofortiger Wirkung. Das Schreiben ist mit dem offiziellen Briefkopf des Office of the Director of National Intelligence und des NCTC versehen und trägt die Unterschrift von Joseph Kent.
Bislang gab es keine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses oder des NCTC zu dem Vorgang.


