Zum Inhalt springen
Home » Vorsorgediagnostik: MRT kann Multiple Sklerose visualisieren

Vorsorgediagnostik: MRT kann Multiple Sklerose visualisieren

Mit besseren MRT-?Scans der Myelinscheiden im Gehirn soll Multiple Sklerose frühzeitig erkannt werden. | Copyright: ETH Zürich

ETH-?Forschende haben ein neues Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) entwickelt mit dem Multiple Sklerose (MS) frühzeitig erkannt und besser überwacht werden kann. Das Verfahren bildet die Myelinscheiden im Gehirn genauer als bisher möglich ab. Der Verlust der Myelinscheiden ist ein wichtiges Merkmal der Multiplen Sklerose. Das neue MRT-?Verfahren mit speziellem Kopfscanner könnte Forschenden auch dazu dienen, weitere feste Gewebetypen wie Bindegewebe, Sehnen und Bänder besser sichtbar machen.

Das neue MRT-?Verfahren der ETH-?Forschenden misst den Myelingehalt direkt. Es versieht die MRT-?Aufnahmen des Gehirns mit Zahlenwerten. Diese zeigen, wie viel Myelin an einer bestimmten Stelle im Vergleich zu anderen Bereichen des Bildes vorhanden ist. So bedeutet die Zahl 8, dass der Myelingehalt an dieser Stelle nur 8 Prozent von einem Maximalwert von 100 beträgt, was auf eine deutliche Ausdünnung der Myelinscheiden hinweist. Grundsätzlich gilt: Je dunkler der Bereich und je kleiner die Zahl im Bild, desto stärker sind die Myelinscheiden reduziert. Mit diesen Angaben könnten Ärztinnen und Ärzte den Schweregrad und Verlauf von MS besser einschätzen.


Originalpublikation:
Baadsvik E, Weiger M, Froidevaux R, Schildknecht C, Ineichen B, Pruessmann K. Myelin bilayer mapping in the human brain in vivo, Magnetic Resonance in Medicine, 03 January 2024, doi: 10.1002/mrm.29998


Weitere Informationen:
https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2024/02/multiple-sklerose-mit-neuem-mrt-verfahren-sichtbar-machen.html

Schlagwörter: