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Vitamin-B12-Mangel: Jeder Vierte über 65 betroffen

Berlin, 11. Juni 2025 – Ein Viertel der Menschen in Deutschland über 65 Jahren leidet an einem Mangel an Vitamin B12, einem lebenswichtigen Nährstoff für Blutbildung und Nervenfunktion. Ein solcher Mangel kann schwerwiegende Folgen wie kognitive Einschränkungen, Antriebslosigkeit oder Depressionen nach sich ziehen, warnt das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber.

Der Mangel entsteht oft durch eine gestörte Aufnahme des Vitamins im Darm, was bei älteren Menschen häufig vorkommt. Zudem erhöhen bestimmte Medikamente wie Omeprazol, Metformin oder Antibiotika das Risiko einer Unterversorgung. Besonders gefährdet sind Veganer und Vegetarier, da Vitamin B12 vorwiegend in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten vorkommt.

Zur Behandlung stehen Nahrungsergänzungsmittel sowie höher dosierte Medikamente zur Verfügung. Letztere werden bei ärztlicher Verordnung und nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit von Krankenkassen erstattet, während Nahrungsergänzungsmittel selbst bezahlt werden müssen.

Zur Vorbeugung empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Quark, Joghurt, Leber, Fisch und hellem Fleisch. Frisches Obst und Gemüse sollten ebenfalls regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, während übermäßiger Alkoholkonsum das Risiko für einen Mangel deutlich erhöht. Wichtig ist, vor der Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten ärztlichen Rat einzuholen, da eine Überversorgung ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann.