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USA, Japan und Südkorea verstärken Maßnahmen gegen nordkoreanische IT-Arbeiter

Die Regierungen der Vereinigten Staaten, Japans und der Republik Korea (Südkorea) haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre Entschlossenheit bekräftigt, die Bedrohung durch nordkoreanische IT-Arbeiter zu bekämpfen. Diese Arbeiter generieren nach Meinung der Beteiligten Länder „Einnahmen für Nordkoreas illegale Programme zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen, was gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verstößt“. Die drei Länder äußerten Besorgnis über die zunehmend ausgeklügelten Methoden nordkoreanischer IT-Arbeiter, die weltweit operieren.

Nordkoreanische IT-Arbeiter nutzen verschiedene Täuschungsmanöver, darunter gefälschte Identitäten und Standorte, unterstützt durch KI-Tools und ausländische Helfer, um sich als nicht-nordkoreanische Arbeitskräfte auszugeben. Sie erschleichen sich weltweit, insbesondere in Nordamerika, Europa und Ostasien, Arbeitsverträge für hochqualifizierte IT-Tätigkeiten. Dabei sind sie oft in schädliche Cyberaktivitäten verwickelt, insbesondere im Blockchain-Bereich. Unternehmen, die solche Arbeitskräfte einstellen oder mit ihnen zusammenarbeiten, riskieren Diebstahl von geistigem Eigentum, Daten und Geldern sowie Reputationsschäden und rechtliche Konsequenzen.

Zur Bekämpfung dieser Bedrohung haben die drei Länder koordinierte Maßnahmen ergriffen. Japan hat eine aktualisierte Warnung veröffentlicht, die detaillierte Informationen zu den neuen Taktiken nordkoreanischer IT-Arbeiter enthält und Unternehmen vor unabsichtlicher Zusammenarbeit warnt. Die USA haben Sanktionen gegen vier Personen und Organisationen verhängt, die an nordkoreanischen IT-Arbeiter-Netzwerken in Ländern wie Russland, Laos und China beteiligt sind. Südkorea hat ebenfalls Warnhinweise herausgegeben, um Unternehmen vor den Risiken zu schützen.

Am 26. August veranstalteten die drei Länder in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Mandiant ein Forum in Tokio, um die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor zu stärken und internationale Unternehmen gegen nordkoreanische Bedrohungen zu sensibilisieren. Über 130 Vertreter aus Regierungen und Branchen, darunter Plattformen für freiberufliche Arbeit, Zahlungsdienstleister und Kryptowährungsunternehmen, nahmen teil.

Die USA, Japan und Südkorea bekräftigten ihr Engagement, die Zusammenarbeit untereinander sowie mit der Privatwirtschaft zu intensivieren, um Nordkoreas schädliche Cyberaktivitäten und illegale Einnahmequellen zu unterbinden. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Ansatzes, um Nordkoreas Verstöße gegen internationale Sanktionen zu bekämpfen und die globale Sicherheit zu stärken.