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USA distanzieren sich von Israel: Trumps Gesandter übt Druck auf Geiselverhandlungen aus

Jerusalem, 12. Mai 2025 – Steve Witkoff, der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für den Nahen Osten, hat in einem Treffen mit den Familien israelischer Geiseln klare Worte gefunden: Washington sei nicht bereit, Israels Haltung im Gaza-Konflikt weiterhin bedingungslos zu unterstützen. Laut Berichten der israelischen Zeitung „Haaretz“ erklärte Witkoff, die USA wollten die Freilassung der Geiseln, doch Israel sei nicht bereit, den Krieg zu beenden, was die Verhandlungen verzögere.

Die Äußerungen, die von Israels Sender „Channel 12“ veröffentlicht wurden, markieren eine ungewöhnliche Kritik der Trump-Administration an Israel. Witkoff soll den Familien gesagt haben: „Israel verlängert den Krieg, obwohl es keinen Weg nach vorne gibt.“ Diese Haltung steht im Kontrast zur traditionell engen Partnerschaft zwischen den USA und Israel und deutet auf eine mögliche Neuausrichtung der US-Politik im Nahen Osten hin.

Der Druck auf Israel wächst, da die USA vor Trumps geplantem Nahost-Besuch ein Abkommen mit der Hamas anstreben. Witkoff warnte, dass Israel bei einem Scheitern der Verhandlungen international isoliert werden könnte. Hintergrund ist das Bestreben Washingtons, die Freilassung der Geiseln voranzutreiben, während Israel auf einer Fortsetzung der militärischen Operationen in Gaza besteht.

Die israelische Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu steht vor einem Dilemma: Einerseits will sie die Geiseln befreien, andererseits ihre militärische Offensive gegen die Hamas fortsetzen. Witkoffs Besuch in Jerusalem unterstreicht die Dringlichkeit, mit der die USA eine Lösung fordern, und könnte die Spannungen zwischen Washington und Jerusalem weiter verschärfen.

Quelle: Monitorul Ap?r?rii