In einer neuen Studie haben Forscher der Thomas Jefferson University eine der größten Krebsdatenbanken durchforstet, um den Einsatz der MRT bei der Diagnose von Prostatakrebs von 2012 bis 2019 zu untersuchen und festzustellen, ob diese Wahl zu Ungleichheiten in der Krebsbehandlung beiträgt.
„Laut klinischen Leitlinien ist die MRT besser zur Erkennung von Krebserkrankungen geeignet und wird seit zehn Jahren zunehmend eingesetzt“, sagt Christiane El Khoury, PharmD , stellvertretende Leiterin der Krebsforschungsverwaltung am Jefferson College und Erstautorin der Studie. Studien haben gezeigt, dass MRT-gesteuerte Biopsien die Anzahl zukünftiger Biopsien bei Patienten reduzieren. Allerdings ist die Technologie teurer und kann zu höheren Eigenbeteiligungen führen.
Dr. El Khoury und ihre Kollegen am Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center – Jefferson Health stellten fest, dass weiterhin eine Lücke bei der Nutzung von MRT-Untersuchungen zwischen schwarzen und weißen Patienten besteht. Die gute Nachricht ist, dass sich diese Lücke 2019 halbiert hat, als sie noch etwa 20 % betrug, verglichen mit 43 % im Jahr 2012.
Es bestehen jedoch weiterhin andere Unterschiede. Patienten auf dem Land haben 35 % seltener MRT-Untersuchungen in Anspruch genommen als Patienten in der Stadt. Dieser Unterschied blieb während des Untersuchungszeitraums relativ stabil. Darüber hinaus identifizierte die Studie regionale Unterschiede: Im Süden und in der Mitte der USA ist die MRT-Nutzung deutlich geringer als im Westen. Das Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Grace Lu-Yao, Bevölkerungswissenschaftlerin und Professorin am Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center – Jefferson Health , plant, die geografischen Unterschiede genauer zu untersuchen, um Cluster mit hoher bzw. niedriger Nutzung zu identifizieren.
