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Umfrage zeigt ethische Bedenken bei KI in der Kinderchirurgie

Eine Umfrage unter nigerianischen Kinderchirurgen offenbart erhebliche ethische und praktische Hürden bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz in der Kinderchirurgie. Die Studie hebt Bedenken zu Verantwortlichkeit, informierter Einwilligung, Datenschutz und regulatorischer Vorbereitung hervor.

Weltweit verändert KI die medizinische Dateninterpretation, Risikoprognose und Entscheidungsfindung. In der Kinderchirurgie erschweren jedoch die eingeschränkte Autonomie von Kindern, elterliche Entscheidungsfindung und hohe Risiken die Integration. In ressourcenarmen Regionen verstärken Infrastrukturmängel und Datenverzerrungen die Probleme.

Das Team des Federal Medical Centre Umuahia befragte 88 Kinderchirurgen aus allen geopolitischen Zonen Nigerias. Nur ein Drittel hatte KI je genutzt, meist für Literaturrecherche oder Dokumentation, selten für Diagnose, Bildauswertung oder Simulation. Ethische Bedenken waren weit verbreitet: Verantwortung bei Fehlern, Komplexität der elterlichen Einwilligung, Datensicherheit, algorithmische Bias, reduzierte menschliche Kontrolle und unklare Haftung.

Viele forderten stärkere Regulierung, klare Richtlinien und Schulungen. Das Vertrauen in bestehende Rechtsrahmen ist gering. Die Studie plädiert für kinderspezifische ethische Frameworks, transparente Standards und Kapazitätsaufbau.

Originalpublikation: World Journal of Pediatric Surgery (2025). https://doi.org/10.1136/wjps-2025-001089.