Frauen, die weniger ultra-verarbeitete Lebensmittel essen, haben deutlich höhere Chancen, schwanger zu werden. Das zeigt eine neue Studie der McMaster University an mehr als 2.500 Teilnehmerinnen der US-Gesundheitsumfrage NHANES (2013–2018).
Frauen, die über Unfruchtbarkeit berichteten, deckten etwa 31 Prozent ihrer Kalorienzufuhr mit ultra-verarbeiteten Produkten und hielten sich seltener an eine mediterrane Ernährung. Der Zusammenhang blieb auch nach Berücksichtigung von Alter, Gewicht, Lebensstil und anderen Faktoren bestehen. Die Forscher vermuten, dass Zusatzstoffe und Chemikalien wie Phthalate, BPA oder Acrylamide, die bei der industriellen Verarbeitung entstehen oder aus Verpackungen stammen, hormonelle Prozesse stören könnten.
Der positive Effekt einer mediterranen Ernährung verschwand, sobald das Körpergewicht berücksichtigt wurde. Die Studie liefert erstmals groß angelegte Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Verarbeitungsstufe von Lebensmitteln und der Fruchtbarkeit bei Frauen.
Die Untersuchung wurde am 19. März 2026 im Fachjournal Nutrition and Health veröffentlicht.
Die Informationen stammen aus einer Mitteilung der McMaster University.
