Die Tuberkulose (TB) bleibt in Deutschland eine relevante Gesundheitsherausforderung. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden 2023 insgesamt 4.481 TB-Fälle gemeldet, ein Anstieg gegenüber den Vorjahren.[4] Besonders besorgniserregend ist der Zuwachs an medikamentenresistenten TB-Fällen auf 208 Fälle, was hauptsächlich auf Zuwanderung aus der Ukraine zurückgeführt wird.[4]
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Experten betonen, dass multiresistente TB eine komplexe Herausforderung darstellt, die eine ganzheitliche Herangehensweise in Bezug auf Epidemiologie, Übertragung, Prävention, Diagnose und Behandlung erfordert.[3] Fortschritte bei neuen Medikamenten und Diagnostik sind erforderlich, um die Ausbreitung einzudämmen.[3]
Das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) und das RKI organisierten anlässlich des Welttuberkulosetages 2024 eine Fachtagung zu aktuellen Konzepten und Herausforderungen bei der TB-Bekämpfung.[2] Experten betonten die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und effektiver Kontaktpersonennachverfolgung.[2]
Insgesamt bleibt die TB trotz Behandlungsmöglichkeiten eine bedeutende öffentliche Gesundheitsherausforderung in Deutschland, die entschlossenes Handeln erfordert, um die Ausbreitung, insbesondere resistenter Formen, einzudämmen.[1][4]
Citations:
[1] https://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2024/04_2024.html
[2] https://www.dzk-tuberkulose.de/aktuelles/tuberkulose-aktuell/
[3] https://www.dzif.de/de/multiresistente-tuberkulose
[4] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/149965/Zahl-von-Tuberkulosefaellen-in-Deutschland-gestiegen
[5] https://www.zeit.de/gesundheit/2024-03/tuberkulose-faelle-anstieg-robert-koch-institut


