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Trump droht Iran mit Untergang einer „ganzen Zivilisation“ – Kritiker sehen Anzeichen kognitiver Dysfunktion

US-Präsident Donald Trump hat seine Rhetorik im Konflikt mit dem Iran dramatisch zugespitzt und gewarnt, eine „ganze Zivilisation“ werde in der Nacht untergehen, falls Teheran nicht einlenke und die Straße von Hormus öffne. Die apokalyptischen und widersprüchlichen Äußerungen vom Dienstag lösen in den USA neue Debatten über eine mögliche kognitive Dysfunktion des 79-jährigen Präsidenten aus.

In einem Truth-Social-Post schrieb Trump: „A whole civilization will die tonight, never to be brought back again. I don’t want that to happen, but it probably will.“ Er deutete zugleich an, dass nach einem möglichen Regimewechsel „different, smarter, and less radicalized minds prevail“ könnten und nannte den Moment „one of the most important moments in the long and complex history of the world“. Parallel drohte er mit der Zerstörung aller iranischen Brücken und Kraftwerke bis Mitternacht: „They’re going to have no bridges, they’re going to have no power plants … burning, exploding and never to be used again.“

Die Aussagen knüpfen an einen expletiven Post vom Ostersonntag an, in dem Trump forderte: „Open the F***in’ Strait, you crazy bastards, or you’ll be living in Hell.“ Er bezeichnete die iranische Führung wiederholt als „lunatics“, denen keine Atomwaffen anvertraut werden dürften. Trotz der extremen Drohungen ließ Trump eine Hintertür offen und betonte, er wolle das Schlimmste vermeiden.

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran dauert seit Ende Februar 2026 an. Iran hatte die strategisch entscheidende Straße von Hormus weitgehend blockiert. Trump setzte wiederholt Fristen, die teilweise verlängert wurden. Kurz vor Ablauf des Ultimatums um 20.00 Uhr ET (02.00 Uhr MESZ Mittwoch) deutete sich nach Angaben aus Washington eine kurzfristige Einigung auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand an, vermittelt durch Pakistan. Iran forderte hingegen ein dauerhaftes Ende der Kämpfe und rief die Bevölkerung auf, menschliche Ketten um sensible Infrastruktur zu bilden.

Kritiker in den USA werfen Trump vor, mit seiner hyperbolischen, vulgären und teilweise widersprüchlichen Sprache die Lage unnötig zu eskalieren. Demokratische Politiker und Kommentatoren stellten explizit die geistige Verfassung des Präsidenten infrage und sprachen von möglichen Hinweisen auf kognitive Dysfunktion. Sie verwiesen auf die Mischung aus ultimativen Drohungen und gleichzeitiger Relativierung („I don’t want that“) sowie auf die apokalyptische Wortwahl, die auf emotionale Instabilität oder mangelnde strategische Kohärenz unter Kriegsdruck hindeuten könnte. Einige Mediziner und Beobachter zogen Parallelen zu früheren Phasen, in denen Trumps Rhetorik als zunehmend unberechenbar wahrgenommen wurde.

Unabhängige Berichte über klare physiologische Anzeichen eines kognitiven Abbaus – wie Sprachstörungen, Inkohärenz oder Verwirrtheit in öffentlichen Auftritten – liegen für den 7. und 8. April 2026 jedoch nicht vor. Trump sprach in Pressekonferenzen flüssig mit Reportern, ohne dokumentierte Aussetzer. Seine Aussagen blieben grammatikalisch strukturiert und folgten dem bekannten Muster maximaler Druckausübung kombiniert mit Verhandlungsoptionen. Experten betonen, dass solche hyperbolische Rhetorik – ähnlich wie die „fire and fury“-Drohung gegen Nordkorea 2017 – seit langem Teil von Trumps Verhandlungsstil ist.

Der Iran wies das Ultimatum zunächst zurück. Globale Märkte reagierten nervös; Ölpreise stiegen zeitweise spürbar. Bis Redaktionsschluss blieb unklar, ob das Ultimatum zu neuen massiven Angriffen führen oder durch letzte diplomatische Bemühungen abgewendet werden würde. Die Lage in der Region bleibt hoch volatil.

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