Die Deutsche Telekom hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Player im Bereich der Labormedizin entwickelt, indem sie innovative IT-Lösungen und Digitalisierungskonzepte für das Gesundheitswesen bereitstellt. Obwohl die Telekom traditionell als Telekommunikationsunternehmen bekannt ist, hat sie ihr Portfolio im Gesundheitssektor stark ausgebaut und bietet nun umfassende Lösungen für Kliniken, Labore und andere medizinische Einrichtungen an[1].
Im Bereich der Labormedizin spielt die Telekom eine zunehmend wichtige Rolle bei der Vernetzung und Digitalisierung von Prozessen. Das Unternehmen stellt Plattformen und Infrastrukturen bereit, die es Laboren ermöglichen, Daten effizient zu verarbeiten, zu speichern und auszutauschen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die Zusammenarbeit der Telekom mit der vitagroup, bei der eine offene Plattform in der Open Telekom Cloud angeboten wird[3]. Diese Plattform, das HIP Clinical Data Repository (HIP CDR), ermöglicht es Kliniken und Laboren, Gesundheitsdaten herstellerunabhängig zu nutzen, zentral zu speichern und in Echtzeit anderen Anwendungen zur Verfügung zu stellen[3].
Die Bedeutung der Telekom in der Labormedizin zeigt sich auch in der Bereitstellung von Sicherheitslösungen für sensible medizinische Daten. Angesichts zunehmender Cyberattacken auf Gesundheitseinrichtungen bietet die Telekom hochwertige Sicherheitsstandards, die den strengen Anforderungen der EU-DSGVO entsprechen[2]. Dies ist besonders wichtig für Labore, die mit hochsensiblen Patientendaten arbeiten.
Konkrete Umsatzzahlen speziell für den Bereich Labormedizin sind nicht öffentlich verfügbar, jedoch lässt sich die wirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitssektors für die Telekom an den Gesamtzahlen ablesen. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Konzern einen Gesamtumsatz von knapp 112 Milliarden Euro, mit einem organischen Wachstum von 0,6 Prozent[4]. Der Bereich Gesundheit wird als strategisches Wachstumsfeld betrachtet, was sich in der Bündelung von Healthcare- und ICT-Kompetenzen widerspiegelt[2].
Ein weiteres Beispiel für das Engagement der Telekom in der Labormedizin ist die Bereitstellung von Krankenhausinformationssystemen (KIS) wie iMedOne, das von rund 250 Kliniken in Deutschland genutzt wird[3]. Diese Systeme integrieren auch Labordaten und ermöglichen eine effiziente Verwaltung und Auswertung von Laborergebnissen.
Die Telekom treibt zudem die Entwicklung von KI-gestützten Lösungen voran, die in Zukunft auch in der Labormedizin eine wichtige Rolle spielen werden. Dr. Gottfried Ludewig, Senior Vice President Health Industry bei T-Systems, betont das Potenzial der generativen KI für eine noch schnellere und effektivere Datenauswertung und -analyse[3].
Insgesamt positioniert sich die Deutsche Telekom als wichtiger Technologiepartner im Gesundheitswesen und speziell in der Labormedizin. Durch die Bereitstellung moderner IT-Infrastrukturen, Sicherheitslösungen und innovativer Plattformen trägt das Unternehmen maßgeblich zur Digitalisierung und Effizienzsteigerung in diesem Bereich bei. Mit dem Fokus auf Interoperabilität und Datenschutz schafft die Telekom die Voraussetzungen für eine vernetzte und zukunftsfähige Labormedizin, die von einer verbesserten Datennutzung und -auswertung profitiert[1][2][3].
Quellen:
[1] Telekom Healthcare Solutions: IT-Provider für das Gesundheitswesen https://www.telekom-healthcare.com
[2] IT-Lösungen für das Gesundheitswesen | Telekom Healthcare … https://www.telekom-healthcare.com/it-loesungen-gesundheitswesen
[3] Open Telekom Cloud für die Medizin – T-Systems https://www.t-systems.com/de/de/insights/newsroom/news/telekom-und-vitagroup-verbessern-medizinische-versorgung-und-forschung-701634
[4] Bericht zum Geschäftsjahr 2023 – Deutsche Telekom https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/bericht-zum-geschaeftsjahr-2023-1060204

