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Parvoviren –  Unterschätzte Bedrohung für Mensch und Tier

Parvoviren, kleine, einzellige DNA-Viren aus der Familie der Parvoviridae, sind aufgrund ihrer hohen Umweltresistenz und Infektiosität ein bedeutendes Thema in der Human- und Veterinärmedizin. Diese Viren infizieren eine Vielzahl von Wirten, darunter Menschen, Hunde, Katzen und andere Säugetiere, und verursachen ein breites Spektrum an Krankheitsbildern – von milden, selbstlimitierenden Infektionen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Besonders problematisch sind die potenziell schwerwiegenden Komplikationen bei immunsupprimierten Patienten, Schwangeren und Jungtieren sowie die Gefahr von Verwechslungen mit anderen Erkrankungen, die eine rechtzeitige Diagnose erschweren können. Dieser Bericht beleuchtet die Biologie der Parvoviren, die damit verbundenen Risiken, Nachweismethoden und die Herausforderungen durch lebensbedrohliche Verwechslungen. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis dieser unterschätzten Erreger zu vermitteln und die Bedeutung präventiver Maßnahmen zu unterstreichen. Biologie und Eigenschaften von Parvoviren Parvoviren gehören zu den kleinsten bekannten Viren mit einem Durchmesser von etwa 18–26 nm. Ihr Genom besteht… 

Oropouche-Virus in Lateinamerika weiter verbreitet als gedacht

Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat in einer neuen Studie alarmierende Erkenntnisse über das Oropouche-Virus veröffentlicht. Der Erreger, der ähnlich wie Dengue- oder Zika-Viren Fiebererkrankungen auslöst, ist in Lateinamerika deutlich häufiger anzutreffen, als bisher angenommen. Die Untersuchung, veröffentlicht im Fachmagazin The Lancet Infectious Diseases, zeigt zudem, dass klimatische Bedingungen die Verbreitung des Virus stark beeinflussen. Das Oropouche-Virus ist seit den 1950er Jahren in Lateinamerika bekannt, galt jedoch lange als selten. Offizielle Fallzahlen waren meist niedrig. Die aktuelle Studie, geleitet von Prof. Jan Felix Drexler vom Institut für Virologie der Charité, offenbart jedoch, dass das Virus massiv unterdiagnostiziert wird. In einigen Regionen hat mindestens jede zehnte Person eine Infektion durchgemacht. Für die Untersuchung wurden über 9.400 Blutproben aus sechs Ländern zwischen 2001 und 2022 analysiert. Dabei zeigte sich, dass etwa 6 Prozent der Proben Antikörper gegen das Virus aufwiesen,… 

Vogelgrippe springt auf Menschen über

China verzeichnet die erste menschliche Infektion mit dem Vogelgrippevirus A(H10N5). GENF, 13. Februar. China hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über einen bestätigten Fall einer menschlichen Infektion mit dem Vogelgrippevirus A(H10N5) in der Provinz Anhui informiert. Dies sei der erste weltweit gemeldete Fall einer menschlichen Infektion mit diesem Virustyp, berichtete das WHO-Büro in Genf . Nach Angaben der Agentur hat die Nationale Gesundheitskommission Chinas die WHO am 27. Januar über „einen bestätigten Fall einer menschlichen Koinfektion mit dem Vogelgrippevirus A(H10N5) und dem saisonalen Influenzavirus A(H3N2)“ informiert. „Dies ist der erste weltweit gemeldete Fall einer menschlichen Infektion mit dem Vogelgrippevirus A(H10N5),“ sagte die Agentur. Der Fall ereignete sich bei einer über 60-jährigen Bäuerin aus der Präfektur Xuancheng in der Provinz Anhui. Die Symptome traten am 30. November 2023 auf und sie verstarb am 16. Dezember 2023. Es ist bekannt, dass die Patientin mit…