Herz unter Druck: Wie Weihnachten kardiologische Blutwerte verändert
Die Weihnachtszeit gilt als Zeit der Ruhe und Besinnung – doch für das Herz-Kreislauf-System ist sie oft das Gegenteil. Jedes Jahr steigen in der Woche um den 24. bis 26. Dezember weltweit die Zahlen für Herzinfarkte, plötzliche Herztode und Notaufnahmen wegen Herzrhythmusstörungen dramatisch an. Dieser sogenannte „Christmas Coronary Peak“ ist inzwischen in über 20 Ländern und allen Klimazonen nachgewiesen. Parallel dazu verschieben sich wichtige kardiologische Blutparameter messbar: Entzündungsmarker, Gerinnungswerte, Lipide und Blutzucker reagieren auf Stress, Alkohol, üppiges Essen und veränderte Tagesrhythmen. Der folgende Bericht fasst die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesen Veränderungen zusammen, erklärt die physiologischen Zusammenhänge und zeigt, welche Werte besonders betroffen sind und warum. Der dokumentierte Anstieg kardialer Ereignisse Seit der ersten Beschreibung durch schwedische Kardiologen im Jahr 2004 ist der Weihnachts-Peak ein robustes Phänomen. Eine Analyse von fast 300.000 Herzinfarkten in Schweden zeigte einen Anstieg um 37…



