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Gen auf dem X-Chromosom ist Grund für das feurige Fell der rot getigerten Katzen

Von Tama, Japans berühmtester Bahnhofsvorsteher-Katze, bis hin zum rothaarigen Garfield, der Lasagne liebt, sind Katzen mit orangefarbenem Fell sowohl kulturelle Ikonen als auch beliebte Haustiere. Ihre charakteristische Farbe hat jedoch einen genetischen Unterschied: Die meisten orangefarbenen Tabby-Katzen sind männlich, während Kalikos und Schildpattkatzen fast immer weiblich sind. Dieses Muster deutet auf ein unbekanntes „Orange-Gen“ auf dem X-Chromosom hin, dessen Identifizierung Wissenschaftlern jedoch jahrzehntelang entgangen ist. Forscher der Universität Kyushu, Japan, haben nun die X-chromosomale Mutation entdeckt, die für orangefarbenes Fell bei Hauskatzen verantwortlich ist. Diese Deletionsmutation, bei der ein DNA-Abschnitt fehlt, erklärt nicht nur die Besonderheit der roten Genetik, sondern enthüllt auch einen völlig neuen Mechanismus zur Förderung der orangefarbenen Färbung bei Tieren. Die Ergebnisse werden durch eine zweite unabhängige Studie von Forschern der Stanford University, USA, bestätigt. Beide Arbeiten erscheinen gleichzeitig am 15. Mai 2025 in Current Biology .… 

KI-Algorithmus erkennt Herzkrankheiten bei Hunden präzise

Forscher haben einen Algorithmus für maschinelles Lernen entwickelt, mit dem sich Herzgeräusche bei Hunden präzise erkennen lassen. Dabei handelt es sich um einen der Hauptindikatoren für Herzerkrankungen, von denen viele kleinere Rassen wie etwa King Charles Spaniels betroffen sind. Das von der Universität Cambridge geleitete Forschungsteam passte einen ursprünglich für Menschen entwickelten Algorithmus an und fand heraus, dass dieser anhand von Audioaufnahmen digitaler Stethoskope Herzgeräusche bei Hunden automatisch erkennen und klassifizieren konnte. In Tests erkannte der Algorithmus Herzgeräusche mit einer Sensibilität von 90 %, eine ähnliche Genauigkeit wie Kardiologen. Herzgeräusche sind ein wichtiger Indikator für eine Mitralklappenerkrankung, die häufigste Herzerkrankung bei erwachsenen Hunden. Etwa einer von 30 Hunden, die von einem Tierarzt untersucht werden, hat ein Herzgeräusch, wobei die Prävalenz bei kleinen Hunderassen und älteren Hunden höher ist. Da Mitralklappenerkrankungen und andere Herzerkrankungen bei Hunden so häufig sind, ist eine… 

POCT für den Hund

„Zum Nachweis von Infektionskrankheiten existieren neben den in kommerziellen Laboratorien durchführbaren Verfahren auch sogenannte Point-of-care- (POC-) oder In-house-Tests. Diese basieren auf einem Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) oder anderen immunchromatografischen Testprinzipien und liefern binnen weniger Minuten direkt vor Ort ein Testergebnis. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Qualität der zahlreichen POC-Tests verschiedener Hersteller zum Nachweis von Parvovirus-Antigen im Kot, Antigen von Dirofilaria (D.) immitis im Blut sowie zum Nachweis von Antikörpern gegen Borrelia (B.) burgdorferi, Anaplasma (A.) spp., Ehrlichia (E.) spp., Leptospira (L.) spp. und Leishmania (L.) infantum im Blut (einzeln oder in Kombinationen). Entscheidend für den Nutzen der Tests sind ihre Sensitivität und Spezifität. Auch muss das Vorhandensein von Antikörpern oder der Nachweis von Antigen mit dem Auftreten einer klinischen Erkrankung einhergehen. POC-Tests zum Nachweis von Parvovirus-Antigen im Kot besitzen zwar eine sehr hohe Spezifität, die Sensitivität aller evaluierten…