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3D-Bildgebungssystem könnte die Einschränkungen von MRT, CT und Ultraschall überwinden

In einer vom National Institutes of Health (NIH) finanzierten Machbarkeitsstudie haben Forscher der  Keck School of Medicine der USC  und des California Institute of Technology (Caltech) gezeigt, dass sich mit einer innovativen, nicht-invasiven Technik schnell dreidimensionale Bilder des menschlichen Körpers von Kopf bis Fuß erstellen lassen. Die Technologie kombiniert Ultraschall und photoakustische Bildgebung, die durch Licht erzeugte Schallwellen erfasst, um gleichzeitig Bilder von Gewebe und Blutgefäßen zu gewinnen. Die Ergebnisse, die soeben in der Fachzeitschrift  Nature Biomedical Engineering veröffentlicht wurden , bergen das Potenzial, bestehende Lücken in der medizinischen Bildgebung zu schließen. Bildgebende Verfahren sind ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Medizin und tragen wesentlich zur Behandlung von Verletzungen, Infektionen, Krebs, chronischen Erkrankungen und vielem mehr bei. Doch die heutigen Goldstandardverfahren – Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) – haben jeweils ihre Grenzen. Dazu gehören die Kosten und der Zeitaufwand für jede Untersuchung sowie… 

Mit besseren MRT-?Scans der Myelinscheiden im Gehirn soll Multiple Sklerose frühzeitig erkannt werden. | Copyright: ETH Zürich

Vorsorgediagnostik: MRT kann Multiple Sklerose visualisieren

ETH-?Forschende haben ein neues Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) entwickelt mit dem Multiple Sklerose (MS) frühzeitig erkannt und besser überwacht werden kann. Das Verfahren bildet die Myelinscheiden im Gehirn genauer als bisher möglich ab. Der Verlust der Myelinscheiden ist ein wichtiges Merkmal der Multiplen Sklerose. Das neue MRT-?Verfahren mit speziellem Kopfscanner könnte Forschenden auch dazu dienen, weitere feste Gewebetypen wie Bindegewebe, Sehnen und Bänder besser sichtbar machen. Das neue MRT-?Verfahren der ETH-?Forschenden misst den Myelingehalt direkt. Es versieht die MRT-?Aufnahmen des Gehirns mit Zahlenwerten. Diese zeigen, wie viel Myelin an einer bestimmten Stelle im Vergleich zu anderen Bereichen des Bildes vorhanden ist. So bedeutet die Zahl 8, dass der Myelingehalt an dieser Stelle nur 8 Prozent von einem Maximalwert von 100 beträgt, was auf eine deutliche Ausdünnung der Myelinscheiden hinweist. Grundsätzlich gilt: Je dunkler der Bereich und je kleiner die Zahl…