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Feline Infektiöse Peritonitis (FIP): Eine tödliche Katzenkrankheit

Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine schwerwiegende, oft tödlich verlaufende Viruserkrankung bei Katzen, verursacht durch bestimmte Stämme des Felinen Coronavirus (FCoV). FCoV ist weit verbreitet und führt meist zu milden, gastrointestinalen Symptomen oder verläuft asymptomatisch. In etwa 5–10 % der Fälle mutiert das Virus jedoch zu einem pathogenen Stamm, der FIP auslöst. Die Erkrankung tritt vor allem bei jungen Katzen oder Tieren mit geschwächtem Immunsystem auf. FIP manifestiert sich in zwei Hauptformen: der effusiven („nassen“) und der nicht-effusiven („trockenen“) Variante. Die effusive Form ist durch Flüssigkeitsansammlungen in Brust- oder Bauchhöhle gekennzeichnet, was zu Atemnot oder Bauchumfangserhöhung führt. Die nicht-effusive Form zeigt granulomatöse Veränderungen in Organen wie Leber, Nieren oder Gehirn, mit Symptomen wie Fieber, Lethargie, Gewichtsverlust und neurologischen Auffälligkeiten. Die Diagnose ist komplex und basiert auf Anamnese, klinischen Befunden, Laborwerten (z. B. Hyperglobulinämie, Lymphopenie) und bildgebenden Verfahren oder Biopsien.… 

Gen auf dem X-Chromosom ist Grund für das feurige Fell der rot getigerten Katzen

Von Tama, Japans berühmtester Bahnhofsvorsteher-Katze, bis hin zum rothaarigen Garfield, der Lasagne liebt, sind Katzen mit orangefarbenem Fell sowohl kulturelle Ikonen als auch beliebte Haustiere. Ihre charakteristische Farbe hat jedoch einen genetischen Unterschied: Die meisten orangefarbenen Tabby-Katzen sind männlich, während Kalikos und Schildpattkatzen fast immer weiblich sind. Dieses Muster deutet auf ein unbekanntes „Orange-Gen“ auf dem X-Chromosom hin, dessen Identifizierung Wissenschaftlern jedoch jahrzehntelang entgangen ist. Forscher der Universität Kyushu, Japan, haben nun die X-chromosomale Mutation entdeckt, die für orangefarbenes Fell bei Hauskatzen verantwortlich ist. Diese Deletionsmutation, bei der ein DNA-Abschnitt fehlt, erklärt nicht nur die Besonderheit der roten Genetik, sondern enthüllt auch einen völlig neuen Mechanismus zur Förderung der orangefarbenen Färbung bei Tieren. Die Ergebnisse werden durch eine zweite unabhängige Studie von Forschern der Stanford University, USA, bestätigt. Beide Arbeiten erscheinen gleichzeitig am 15. Mai 2025 in Current Biology .…