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Mikrowellenbraten senkt Ölgehalt bei Pommes frites deutlich

Das Braten von Pommes frites in der Mikrowelle kann den Fettgehalt spürbar reduzieren, ohne dass Knusprigkeit und Geschmack wesentlich leiden. Forscher der University of Illinois Urbana-Champaign empfehlen daher eine Kombination aus herkömmlichem und mikrowellenunterstütztem Braten, um gesündere frittierten Produkte herzustellen. In zwei Studien untersuchte das Team um Pawan Singh Takhar die physikalischen Prozesse beim Mikrowellenbraten von Kartoffelstreifen. Dabei kamen sowohl Laborexperimente mit einer speziellen Mikrowellenfritteuse (2,45 GHz und 5,8 GHz) als auch mathematische Modellierungen zum Einsatz. Beim klassischen Frittieren in heißem Öl (180 °C) entsteht nach Verdampfen des Wassers ein Unterdruck in den Poren des Lebensmittels. Dieser saugt Öl in das Innere – ähnlich wie ein Strohhalm Flüssigkeit anzieht. Bis zu 90 Prozent der Bratzeit herrscht Unterdruck, was die Ölaufnahme fördert. Mikrowellen hingegen erhitzen das Material von innen nach außen, indem sie Wassermoleküle zum Schwingen bringen. Dadurch entsteht stärkerer Dampfdruck,… 

Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe

Ob morgens eher Kohlenhydrate oder Fette auf dem Speiseplan stehen, könnte den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Forschende des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben erstmals am Menschen gezeigt, dass die zeitliche Verteilung von Kohlenhydraten und Fetten die Aktivität von mehr als tausend Genen im Unterhautfettgewebe über den Tag hinweg verändert. Betroffen sind vor allem Gene, die Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Entzündungsprozesse steuern. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal Food Research International. Der menschliche Stoffwechsel folgt zirkadianen Rhythmen – 24-Stunden-Zyklen, die von der inneren Uhr gesteuert werden. Viele Prozesse wie Zuckeraufnahme, Fettverbrennung oder Hormonfreisetzung schwanken im Tagesverlauf. Werden Nährstoffe außerhalb der biologisch optimalen Zeitfenster aufgenommen, könnte das langfristig Stoffwechselstörungen begünstigen. Das junge Forschungsgebiet der Chrononutrition untersucht genau diese Zusammenhänge, um Essenszeiten gezielt zu optimieren und chronische Erkrankungen wie Adipositas oder Typ-2-Diabetes vorzubeugen. In einer kontrollierten Crossover-Studie…