Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe
Ob morgens eher Kohlenhydrate oder Fette auf dem Speiseplan stehen, könnte den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Forschende des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben erstmals am Menschen gezeigt, dass die zeitliche Verteilung von Kohlenhydraten und Fetten die Aktivität von mehr als tausend Genen im Unterhautfettgewebe über den Tag hinweg verändert. Betroffen sind vor allem Gene, die Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Entzündungsprozesse steuern. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal Food Research International. Der menschliche Stoffwechsel folgt zirkadianen Rhythmen – 24-Stunden-Zyklen, die von der inneren Uhr gesteuert werden. Viele Prozesse wie Zuckeraufnahme, Fettverbrennung oder Hormonfreisetzung schwanken im Tagesverlauf. Werden Nährstoffe außerhalb der biologisch optimalen Zeitfenster aufgenommen, könnte das langfristig Stoffwechselstörungen begünstigen. Das junge Forschungsgebiet der Chrononutrition untersucht genau diese Zusammenhänge, um Essenszeiten gezielt zu optimieren und chronische Erkrankungen wie Adipositas oder Typ-2-Diabetes vorzubeugen. In einer kontrollierten Crossover-Studie…

