Methionin- und Cholinmangel löst Umprogrammierung in Leberzellen aus
Ein Mangel an den essenziellen Nährstoffen Methionin und Cholin (MCD) führt in Leberzellen zu einer tiefgreifenden Umprogrammierung der Genexpression. Diese Veränderungen spiegeln zentrale molekulare Merkmale der metabolisch-dysfunktionellen steatohepatitis (MASH) beim Menschen wider. Das zeigt eine neue Studie des University of Texas Health Science Center San Antonio, die in der Fachzeitschrift Journal of Lipid Research erschienen ist. Die Wissenschaftler um Xiaoli Sun untersuchten in Zellkulturmodellen vier zentrale Leberzelltypen – Hepatozyten (HepG2), Endothelzellen, Makrophagen und hepatische Sternzellen. Unter MCD-Bedingungen zeigten alle Zelltypen eine gemeinsame transkriptionelle Antwort: starke Aktivierung entzündlicher und Stress-Signalwege (u. a. Interferon-, TNF-NF?B- und IL6-JAK-STAT3-Signale) sowie eine deutliche Unterdrückung metabolischer und zellzyklusassoziierter Programme. Zusätzlich traten zelltyp-spezifische Veränderungen auf, die zur MASH-Pathogenese beitragen können: Hepatozyten verstärkten Entgiftungs- und oxidativen Stress-Antworten bei gleichzeitiger Hemmung der Sterol- und Lipidbiosynthese; Endothelzellen zeigten verstärkte Entzündung und vaskuläre Remodellierung; Makrophagen aktivierten Entzündungs- und Phagozytosewege bei gleichzeitiger…


