Laut einer aktuellen Studie der Universität Jyväskylä, Finnland, mildern die Auswirkungen alltäglicher körperlicher Aktivität den beschleunigten hormonell bedingten Knochenschwund in den Wechseljahren nicht. Effektive Knochenaufbaumaßnahmen sind im Alltag selten. Zukünftige Forschung sollte untersuchen, ob gezieltere Bewegung den Knochenschwund in den Wechseljahren verlangsamen kann. Die Studie legt nahe, dass die im Alltag angesammelten Belastungen nicht ausreichen, um den hormonell bedingten Knochenschwund in den Wechseljahren zu verlangsamen.
In einer Folgestudie an der Universität Jyväskylä in Finnland wurde der Zusammenhang zwischen der alltäglichen Knochenbelastung und Veränderungen der Knochenstärke am Schenkelhals, Oberschenkelschaft und Schienbeinschaft bei Frauen in den Wechseljahren untersucht.
Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren führen zu einer beschleunigten Knochenschwächung und erhöhen das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche. Frühere Studien haben gezeigt, dass knochenaufbauendes Training die altersbedingte Knochenschwächung verlangsamen kann. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob Sport den hormonell bedingten Knochenschwund in den Wechseljahren verlangsamen kann, sagt Forscherin Tuuli Suominen.
Körperliche Aktivität, insbesondere gewichtsbelastende Übungen mit hoher Stoßbelastung und hochintensives Krafttraining, kann sich positiv auf die Knochengesundheit auswirken. Selbst kurze Phasen relativ hoher Aktivität können sich positiv auf die Knochengesundheit auswirken.
In dieser Studie wurden knapp 200 Frauen in der Perimenopause bis zum Erreichen der Postmenopause begleitet. Die habituelle Knochenbelastung wurde durch Messung der Anzahl und Intensität einzelner Stöße im Alltag ermittelt.
„Wir haben beobachtet, dass Einschläge mit hoher Intensität im Alltag selten sind“, sagt Forscherin Tuuli Suominen.
Die Knocheneigenschaften an Schenkelhals, Schenkelschaft und Tibiaschaft schwächten sich während der Nachbeobachtungszeit ab. Obwohl die Anzahl mittel- und hochintensiver Stöße positiv mit der Kraft an Schenkel- und Tibiaschaft korrelierte, standen diese Stöße nicht im Zusammenhang mit den während der Menopause beobachteten Knochenveränderungen. Dies deutet darauf hin, dass die im Alltag angesammelten Stöße nicht ausreichen, um den hormonell bedingten Knochenschwund während der Menopause zu verlangsamen.
Zu diesem Thema bedarf es weiterer Forschung.
Original publication: Suominen TH, Rantalainen T, Hyvärinen M, Kujala U, Aukee P, Tammelin T, Laakkonen E & Sipilä S (2024). Associations of Habitual Skeletal Loading with Bone Changes During the Menopausal Transition: A Follow-up Study. Medicine and Science in Sports and Exercise, Early online. https://doi.org/10.1249/mss.0000000000003631
