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Susanne Klehn kämpft gegen Hautkrebs und setzt sich für Prävention ein

Die bekannte TV-Moderatorin und Journalistin Susanne Klehn steht erneut im Fokus der Öffentlichkeit – nicht nur wegen ihrer Karriere, sondern auch wegen ihres unermüdlichen Engagements für die Hautkrebsprävention. 2009 überlebte sie ein malignes Melanom, den gefährlichen schwarzen Hautkrebs. 15 Jahre später, im September 2024, erhielt sie die Diagnose weißer Hautkrebs, der glücklicherweise früh erkannt und gut behandelbar ist. Trotz des Schocks der erneuten Diagnose nutzt Klehn ihre Plattform als langjährige Botschafterin der Deutschen Krebshilfe, um auf die Bedeutung von UV-Schutz und Früherkennung aufmerksam zu machen. Mit ihrem Einsatz für das Projekt „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN“ sensibilisiert sie Menschen aller Altersgruppen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Sonneneinstrahlung.

Persönliche Erfahrung als Antrieb

Die erneute Diagnose des weißen Hautkrebses, der sich im Gesicht manifestierte, löste bei Klehn große Ängste aus, auch wenn diese Form im Vergleich zum malignen Melanom weniger gefährlich ist. Ihre Erfahrungen mit dem schwarzen Hautkrebs 2009 waren geprägt von existenzieller Furcht, da diese Krebsart früh Metastasen bilden kann und potenziell tödlich ist. Beide Erkrankungen hinterließen körperliche und seelische Narben, doch Klehn wandelt ihre Erlebnisse in einen aktiven Einsatz für die Prävention um. Seit zehn Jahren unterstützt sie die Deutsche Krebshilfe dabei, das Bewusstsein für Hautkrebsrisiken zu schärfen und präventive Maßnahmen zu fördern.

Hautkrebs: Die häufigste Krebserkrankung in Deutschland

Laut einer Prognose des Instituts für Krebsepidemiologie e.V. vom April 2025 werden in Deutschland im Jahr 2025 etwa 372.000 Menschen an Hautkrebs erkranken, womit diese Krankheit die häufigste Krebserkrankung im Land ist. Der weiße Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom gehören, macht die Mehrzahl der Fälle aus. Diese Formen sind in der Regel gut behandelbar und bilden selten Metastasen, erfordern jedoch eine konsequente Therapie. Rund 50.300 Neuerkrankungen betreffen das maligne Melanom, das aufgrund seiner Aggressivität und der Fähigkeit, früh Tochtergeschwülste zu bilden, eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Der Hauptrisikofaktor für beide Hautkrebsarten ist die UV-Strahlung, deren Intensität durch den Klimawandel zunimmt.

Kluger UV-Schutz als Schlüssel zur Prävention

Ein zentraler Bestandteil von Klehns Botschaft ist die Reduktion des Hautkrebsrisikos durch konsequenten UV-Schutz. Ihre einfache, aber wirkungsvolle Formel lautet: „Meiden, kleiden, cremen.“ Besonders in der Mittagszeit, wenn die UV-Strahlung am stärksten ist, empfiehlt sie, Schatten aufzusuchen. Lange Kleidung, ein Hut und eine Sonnenbrille bieten optimalen Schutz in der Sonne, während unbedeckte Hautpartien mit Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden sollten. Klehn betont, dass Hautkrebs oft durch UV-Schäden verursacht wird, die Jahrzehnte zurückliegen können – etwa durch Sonnenbrände in der Kindheit. Daher legt sie großen Wert darauf, schon junge Menschen für den richtigen Umgang mit Sonneneinstrahlung zu sensibilisieren.

Die Deutsche Krebshilfe unterstützt diese Botschaft und weist darauf hin, dass die UV-Strahlung für das menschliche Auge unsichtbar ist, was die Gefahr an bewölkten oder kühlen Tagen oft unterschätzt wird. Hilfreich ist der UV-Index, der in Wetter-Apps, beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) oder beim Deutschen Wetterdienst (DWD) abrufbar ist. Er gibt die tagesaktuelle Strahlungsstärke an und empfiehlt passende Schutzmaßnahmen, die von Kleidung bis hin zur Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung reichen.

Früherkennung rettet Leben

Neben der Prävention ist die Früherkennung ein zentraler Aspekt im Kampf gegen Hautkrebs. Da sich Hautveränderungen äußerlich zeigen, bietet die regelmäßige Selbstbeobachtung eine wertvolle Möglichkeit, verdächtige Stellen frühzeitig zu erkennen. Bei Auffälligkeiten sollte umgehend ein Hautarzt konsultiert werden. Für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren steht zudem alle zwei Jahre ein kostenfreies Hautkrebsscreening zur Verfügung, das die Chance auf eine frühzeitige Diagnose und erfolgreiche Behandlung erhöht. Besonders beim malignen Melanom ist eine frühe Erkennung entscheidend, um die Heilungschancen zu maximieren.

„CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN“: Aufklärung für alle Generationen

Ein Herzensprojekt von Susanne Klehn ist die Kampagne „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN“, die seit zehn Jahren von der Deutschen Krebshilfe in Kooperation mit Partnern wie der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC), der Universität zu Köln/Uniklinik Köln und dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein umgesetzt wird. Das Projekt richtet sich an Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene und vermittelt praxisnahe Tipps für den Sonnenschutz in unterschiedlichen Lebenssituationen. Durch Workshops, Informationsmaterialien und Schulprogramme klärt die Kampagne über die Risiken von UV-Strahlung auf und fördert ein gesundheitsbewusstes Verhalten. Ziel ist es, das Bewusstsein für Hautkrebsprävention langfristig in der Gesellschaft zu verankern, insbesondere bei jüngeren Generationen, die oft unbeschwert mit Sonne umgehen.

Engagement trotz persönlicher Belastung

Die Deutsche Krebshilfe würdigt Klehns Engagement als Botschafterin, das weit über die Vermittlung von Fakten hinausgeht. Ihre persönlichen Erfahrungen verleihen ihrer Botschaft Authentizität und Dringlichkeit. Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, betont die Bedeutung solcher Initiativen, um Menschen zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil zu motivieren. Klehns Einsatz, trotz der emotionalen und körperlichen Belastungen durch ihre Krebserkrankungen, inspiriert und erreicht ein breites Publikum.

Mit ihrer Geschichte und ihrem Einsatz für „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN“ zeigt Susanne Klehn, wie persönliche Herausforderungen in gesellschaftliches Engagement umgewandelt werden können. Sie ruft dazu auf, UV-Schutz und Früherkennung ernst zu nehmen, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren und die Heilungschancen zu maximieren. Ihr Appell richtet sich an alle: „Schützen Sie Ihre Haut – für sich und Ihre Liebsten.“