Eine große US-Studie hat die Wirksamkeit des Merlin CP-GEP-Tests zur Vorhersage von Lymphknotenmetastasen bei Melanom-Patienten bestätigt. Die Ergebnisse der MERLIN_001-Studie mit 1.761 Patienten wurden in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift JAMA Surgery veröffentlicht.
Der Test stratifiziert T1-T3-Melanome in Hoch- und Niedrigrisikogruppen: Hochrisiko-Patienten hatten eine dreifach höhere Metastasenrate in den Sentinel-Lymphknoten (23,8 Prozent) als Niedrigrisiko-Patienten (7,1 Prozent). Insgesamt wurden 63 Prozent der Fälle als Hochrisiko eingestuft.
Die prospektive, verblindete Studie lief an renommierten Zentren wie Mayo Clinic, Memorial Sloan Kettering und Moffitt Cancer Center. Vernon Sondak, Leiter der Cutaneous Oncology am Moffitt Cancer Center, nannte die Ergebnisse „einen großen Fortschritt in der personalisierten Melanom-Therapie“. Der Test verbessere die Entscheidung für oder gegen Sentinel-Lymphknotenbiopsie (SLNB) über klinische Faktoren hinaus.
Wichtige Ergebnisse:
- Bei Patienten ab 65 Jahren: Hochrisiko 20,3 Prozent positive SLNB vs. 6,6 Prozent bei Niedrigrisiko.
- Bei Kopf-Hals-Melanomen: Fünffach höheres Risiko in der Hochrisikogruppe (26,7 vs. 4,9 Prozent).
- Bei Stadium IB: 49,3 Prozent als Niedrigrisiko klassifiziert (6,5 Prozent positive SLNB).
- Test-Erfolgsrate: 97,7 Prozent.
Der Merlin CP-GEP-Test kombiniert klinisch-pathologische Daten mit Genexpressionsprofilen und ist in den USA und Europa als Merlin verfügbar. Er wurde von Mayo Clinic und SkylineDx entwickelt.
SkylineDx mit Sitz in Rotterdam ist auf molekulare Diagnostik in Onkologie spezialisiert. Das Unternehmen betreibt ein CAP/CLIA-zertifiziertes Labor in San Diego.
Die Studie ist online unter doi:10.1001/jamasurg.2025.4399 einsehbar.
