Einer großen internationalen Studie zufolge handelt es sich bei Gicht um eine chronische Krankheit, bei der die Hauptursache eher genetisch bedingt ist und nicht die Lebensführung des Betroffenen.
Unter der Leitung von Forschern der University of Otago analysierte die in Nature Genetics veröffentlichte genomweite Assoziationsstudie die genetischen Informationen von 2,6 Millionen Menschen.
Die Forscher analysierten zusammengeführte DNA-Datensätze aus aller Welt. Etwa drei Viertel der Daten stammten von Kunden von 23andMe, Inc., einem Unternehmen für Genetik und präventive Gesundheitsfürsorge, das direkt an Verbraucher verkauft und sich bereit erklärt hatte, an der Studie teilzunehmen.
Sie fanden heraus, dass genetische Veranlagung eine wichtige Rolle dabei spielt, warum manche Menschen an Gicht erkranken und die meisten anderen nicht.
„Gicht ist eine chronische Krankheit mit genetischer Ursache und nicht die Schuld des Betroffenen – der Mythos, dass Gicht durch den Lebensstil oder die Ernährung verursacht wird, muss entlarvt werden.
„Dieser weit verbreitete Mythos löst bei Gichtkranken Schamgefühle aus und führt dazu, dass manche Menschen eher still leiden und nicht zum Arzt gehen, um ein vorbeugendes Medikament zu bekommen, das den Harnsäurespiegel im Blut senkt und ihre Schmerzen lindert.
https://www.nature.com/articles/s41588-024-01921-5
