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Studie entwickelt neuen Modellansatz für die Beschreibung genetischer Eigenschaften von Krebszellen

Krebserkrankungen sind eine der Haupttodesursachen weltweit. Tumore bestehen aus Zellen, die sich genetisch und in ihrem Verhalten unterscheiden. Diese sogenannte Tumorheterogenität erschwert die Heilung von Krebserkrankungen enorm, da sie Therapieresistenzen ermöglicht: Je größer die Vielfalt der Tumorzellen, desto wahrscheinlicher ist es, dass einige resistent sind und die Behandlung überleben.

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) an der TU Dresden hat wertvolle Fortschritte im Verständnis der Tumorheterogenität und deren Auswirkungen auf die Krebsbehandlung erzielt. Ihre Studie, durchgeführt in Zusammenarbeit mit Forschenden aus Norwegen, Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen irreversiblen, d.h. nicht umkehrbaren, genetischen Veränderungen und reversiblen – also umkehrbaren – Verhaltensanpassungen von Tumorzellen. Letzteres ermöglicht es den Tumorzellen, ihre Eigenschaften reversibel an ihre Umgebung anzupassen. Im Fachjargon spricht man von phänotypischer Plastizität. Die Forschenden konnten zeigen, dass die Anpassungsfähigkeit der Tumorzellen entscheidend zur Heterogenität innerhalb von Tumoren beiträgt.


https://journals.plos.org/ploscompbiol/article?id=10.1371/journal.pcbi.1012003