BioVaxys Technology Corp. und SpayVac for Wildlife, Inc. haben ihre Lizenzvereinbarung erweitert, um den Einsatz des Impfstoffs SpayVac auf die kommerzielle Aquakultur und Zuchtfische auszuweiten. Parallel läuft das Antragsverfahren zur behördlichen Zulassung von SpayVac für Wildpferde und frei lebende Hirschpopulationen. Der Impfstoff zielt auf die Geburtenkontrolle ohne wiederholte Auffrischungsimpfungen ab und könnte das globale Umsatzpotenzial von SpayVac erheblich steigern, insbesondere durch Anwendung in der Aquakultur von Atlantischem Lachs und Regenbogenforellen, wo jährlich etwa 3,28 Millionen Tonnen geerntet werden.
Die SpayVac-Technologie basiert auf einer patentierten Liposomen-Plattform, die von BioVaxys entwickelt wurde. Diese ermöglicht eine einmalige Impfung, die langanhaltende Immunantworten auslöst, etwa durch Zona Pellucida (pZP)-Antikörper, die die Fortpflanzung blockieren. Klinische Studien belegen die Wirksamkeit von SpayVac-pZP über 4 bis 10 Jahre bei Arten wie Wildpferden, Hirschen und Robben. Derzeit werden Tests an Zuchtforellen, Makaken und Elefanten durchgeführt.
Das US Bureau of Land Management (BLM), das etwa 53.797 Wildpferde verwaltet, gilt als potenzieller Hauptkunde. Die Population liegt weit über dem Ziel von 22.637 Tieren, was hohe Kosten für Haltung und Umweltprobleme wie Bodenerosion verursacht. Eine laufende Studie des BLM zeigt, dass SpayVac bei Nackeninjektionen stärkere Immunantworten erzielt. In Australien, wo bis zu 400.000 Wildpferde leben, könnte SpayVac ebenfalls eine Lösung bieten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die regelmäßige Auffrischungsimpfungen erfordern, bietet SpayVac eine kostengünstige Einzeldosis-Lösung. Dies könnte die Populationskontrolle von Wildtieren effizienter und nachhaltiger gestalten, während in der Aquakultur die zweite Phase der Entwicklung begonnen hat, um den optimalen Injektionszeitpunkt zu bestimmen.
