Berlin, 29. April 2025 – Angesichts steigender Antibiotikaresistenzen gewinnen pflanzliche Alternativen an Bedeutung. Eine neue Studie zeigt, dass Benzylsenföl aus Kapuzinerkresse bei Infektionen mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa ähnlich wirksam ist wie das Antibiotikum Gentamicin. Die Untersuchung bestätigt die bereits bekannte antibakterielle Wirkung von Senfölen, die in Kapuzinerkresse und Meerrettich vorkommen.
Frühere Laboranalysen belegen, dass die Senföle ein breites Wirkspektrum gegen antibiotikaresistente Bakterien haben. Durch die Kombination von Kapuzinerkresse und Meerrettich wird ein besonders großes Erregerspektrum abgedeckt. Neben ihrer antibakteriellen Wirkung sind Senföle auch antiviral und entzündungshemmend. Ihr Multi-Target-Prinzip greift an mehreren Punkten im Krankheitsgeschehen an, was die Entwicklung von Resistenzen erschwert. Bislang sind keine bakteriellen Resistenzen gegen Senföle bekannt.
Beobachtungsstudien zeigen, dass die Kombination von Senfölen, etwa im Präparat ANGOCIN® Anti-Infekt N, bei unkomplizierten Blasenentzündungen genauso wirksam, aber besser verträglich ist als Antibiotika. Nebenwirkungen wie Pilzinfektionen oder Durchfall treten seltener auf. Der Einsatz solcher Phytopharmaka könnte den Antibiotikaverbrauch senken und Resistenzen vorbeugen, wodurch Antibiotika für schwere Infektionen geschont werden.
Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Senfölen als nachhaltige Option in der Infektionsbehandlung, besonders bei Atemwegs- und Harnwegsinfektionen.
