Berlin, 29. April 2025 – Jede zweite in Apotheken verkaufte Arzneimittelpackung ist nicht verschreibungspflichtig, zeigt die aktuelle Ausgabe der „OTC-Daten 2025“ des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Im Jahr 2024 wurden 1,03 Milliarden Packungen OTC-Arzneimittel abgesetzt, ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders gefragt waren Husten- und Erkältungsmittel, Vitamine, Mineralstoffe sowie Schmerz- und Gelenkmittel. Der Umsatz im OTC-Markt erreichte erstmals zwölf Milliarden Euro. Trotz Inflation stiegen die Apothekenverkaufspreise um 7,6 Prozent weniger stark als die Verbraucherpreise, was Patienten zugutekommt. Da die Kosten für OTC-Medikamente fast ausschließlich privat getragen werden, entlastet der Markt die gesetzliche Krankenversicherung erheblich.
Die pharmazeutische Industrie, geprägt von 84 Prozent mittelständischen Unternehmen, beschäftigt über 130.000 Menschen in Deutschland. 80 Prozent dieser Firmen produzieren OTC-Arzneimittel, viele sind inhabergeführt. Der BPI betont die Notwendigkeit guter Rahmenbedingungen, um die Produktion hochwertiger Selbstmedikamente langfristig zu sichern.
Die „OTC-Daten 2025“ bieten detaillierte Analysen zu Absatz, Umsatz und Branchenstruktur und erscheinen jährlich als kostenfreie Broschüre neben anderen BPI-Publikationen.
