Re-engineering von Immunzellen beflügelt Lupusforschung

Die in Nature Communications vorgestellte Forschungsarbeit zeigt einen neuartigen Ansatz auf, bei dem die eigenen Immunzellen umgestaltet werden, um das überaktive Immunsystem zu unterdrücken. Dieses überaktive System tritt bei Lupusnephritis auf.

Mit finanzieller Unterstützung der Lupus Research Alliance (LRA) haben Dr. Joshua Ooi und sein Team am Centre for Inflammatory Disease, Monash Health in Australien, eine innovative Methode entwickelt, die nicht nur bei Lupus, sondern auch bei anderen Autoimmunkrankheiten mehrere gezielte Therapien ermöglichen könnte.

T-Zellen steuern die Reaktion des Immunsystems auf potenzielle Bedrohungen, indem sie schädliche Eindringlinge wie Viren und Bakterien erkennen und angreifen. Bei gesunden Menschen verhindert eine bestimmte Art von T-Zellen, die so genannten regulatorischen T-Zellen (Tregs), dass das Immunsystem weiter reagiert, sobald eine Infektion abgeklungen ist. Menschen mit Lupus haben oft weniger Tregs oder ihre Tregs arbeiten nicht richtig, was dazu beiträgt, dass der Körper sein eigenes Gewebe angreift.

In dieser bahnbrechenden Studie unter der Leitung von Peter Eggenhuizen und Rachel Cheong, Ph.D., entwickelte das Team einen Weg, die eigenen defekten Tregs eines Patienten umzuprogrammieren, um das Gleichgewicht des Immunsystems wiederherzustellen und eine mögliche gezielte Behandlung für Menschen mit Lupus anzubieten.

Die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, und Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, wie z. B. Steroide, können schädliche Nebenwirkungen haben. Dr. Ooi bemerkte: „Diese wichtige Entdeckung zeigt, dass wir die fehlgeleitete Immunantwort bei Patienten gezielt korrigieren können. Das bedeutet, dass Patienten weniger auf Medikamente angewiesen sein könnten, die das gesamte Immunsystem unterdrücken.“


JOURNAL

Nature Communications

DOI

10.1038/s41467-024-45056-x

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