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Rauchen erhöht Risiko für alle Typ-2-Diabetes-Subtypen

Neue Forschungsergebnisse, präsentiert auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Wien, zeigen, dass Rauchen das Risiko für Typ-2-Diabetes unabhängig vom Subtyp signifikant erhöht. Eine Studie aus Schweden, Norwegen und Finnland untersuchte die Zusammenhänge zwischen Tabakkonsum und den vier Subtypen von Typ-2-Diabetes: schwerer insulinresistenter Diabetes (SIRD), schwerer Insulinmangeldiabetes (SIDD), leichter Adipositas-bedingter Diabetes (MOD) und leichter altersbedingter Diabetes (MARD).

Daten von über 3.300 Personen mit Typ-2-Diabetes und knapp 3.900 Kontrollpersonen aus langjährigen Studien in Norwegen und Schweden belegen, dass Raucher ein deutlich höheres Risiko für alle Subtypen haben. Besonders stark ist der Zusammenhang bei SIRD, wo Raucher ein über doppelt so hohes Risiko tragen. Starkes Rauchen (mindestens 15 Packungsjahre) verstärkt das Risiko zusätzlich, insbesondere bei SIRD, wo es um das 2,35-fache erhöht ist. Auch der Konsum von Snus, einem rauchfreien Tabakprodukt, zeigte bei Männern in Schweden ein erhöhtes Risiko für die schweren Subtypen SIDD und SIRD.

Besonders alarmierend: Personen mit genetischer Veranlagung für Typ-2-Diabetes oder eingeschränkte Insulinsekretion sind durch Rauchen noch stärker gefährdet. Starke Raucher mit hohem genetischen Risiko für Insulinsekretionsstörungen haben ein über dreifach erhöhtes Risiko für SIRD. Die Forscher betonen, dass Rauchen die Insulinresistenz des Körpers verschlechtert und somit maßgeblich zur Diabetesentwicklung beiträgt.