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Radioaktives Radon bedroht Süddeutschland

Multiresistente Tuberkulose-Erreger bedrohen die Bundesrepublik.

Radon entsteht beim radioaktiven Zerfall von Uran und kann nahezu überall aus dem Erdboden treten, auch unter Wohnhäusern.

Die höchsten Aktivitätskonzentrationen in der Luft ergeben sich, wenn der Untergrund aus Granit besteht, also etwa in den süddeutschen Mittelgebirgen. Als größten Beitrag zur natürlichen Strahlenexposition betrachten Strahlenschützerinnen und Strahlenschützer diese hohen Aktivitätskonzentrationen, die dann auch in Innenräumen zu finden sind, mit Sorge, denn Radon gilt als zweitgrößter Risikofaktor für Lungenkrebs nach dem Rauchen.


Die Aktivitätskonzentrationen in der Außenluft sind in der Regel gering, also im Freien und gut durchlüfteten Gebäuden gibt es kein Problem. Aber wenn sich Radon in schlecht belüfteten Räumen ansammelt, kann es ein Risiko werden. „Da im Zuge der energetischen Nachhaltigkeit immer mehr Niedrig- und Nullenergiehäuser gebaut oder bestehende Gebäude gedämmt werden, müssen wir auf das Thema Radon in Gebäuden mit geringem Luftwechsel genauer schauen. Die Menschen sollten sich der Radonproblematik bewusst werden und sich durch verlässliche Messungen schützen. Dafür stellt die PTB Kalibrierstandards bereit“, erklärt PTB-Physiker Stefan Röttger.