Berlin, 5. Dezember 2025 – Der neue Public Health Index (PHI) des AOK-Bundesverbands und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigt: Deutschland belegt Rang 17 von 18 Ländern in Nord- und Zentraleuropa bei der Umsetzung wissenschaftlich empfohlener Präventionsmaßnahmen. Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), kritisiert die Ergebnisse scharf.
Die Studie bewertet die Handlungsfelder Tabak, Alkohol, Ernährung und Bewegung. Deutschland schneidet bei Tabak, Alkohol und Ernährung schlecht ab, bei Bewegung im unteren Mittelfeld. Spitzenreiter wie Großbritannien, Finnland und Irland setzen Maßnahmen wie Werbebeschränkungen, höhere Steuern und Schulessensstandards konsequent um. Bitzer bemängelt, dass Deutschland auf freiwillige Industrie-Maßnahmen und Eigenverantwortung setzt, was nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Dies koste Lebensjahre und belaste das Gesundheitssystem erheblich.
Die DANK fordert umfassende Werbeverbote, standardisierte Tabakverpackungen und gesundheitsorientierte Besteuerung, wie sie in anderen Ländern wirken. Der PHI, der alle zwei Jahre aktualisiert wird, soll Impulse für eine ressortübergreifende Präventionspolitik liefern.
