Eine aktuelle Untersuchung des Clean Label Project enthüllt besorgniserregende Erkenntnisse über die Qualität von Proteinpulvern auf dem US-Markt. In einer umfassenden Analyse von 160 Produkten von 70 führenden Marken wurden erschreckende Kontaminationswerte festgestellt[1].
Der Markt für Proteinsupplemente, der 2023 bereits 9,69 Milliarden Dollar überschritt, steht nun vor kritischen Fragen zur Produktsicherheit. Die Studie zeigt, dass 47 Prozent der getesteten Produkte die Sicherheitsgrenzwerte der kalifornischen Proposition 65 für toxische Metalle überschreiten[1].
Besonders beunruhigend sind die Ergebnisse bei Bio-Produkten, die durchschnittlich dreimal mehr Blei und doppelt so viel Cadmium wie konventionelle Produkte aufweisen. Pflanzliche Proteinpulver zeigen dabei dreimal höhere Bleiwerte als Molkenprodukte. Schokoladengeschmackte Varianten enthalten sogar viermal mehr Blei als Vanille-Geschmacksrichtungen[1].
Ein positiver Aspekt der Studie ist die deutliche Verbesserung bei Bisphenolen: Während 2018 noch 55 Prozent der Produkte BPA enthielten, wurde dieser Schadstoff 2023-2024 nur noch in drei von 160 Produkten nachgewiesen[1].
Die Ergebnisse werfen ein kritisches Licht auf die fehlende bundesweite Regulierung von Schwermetallen in Nahrungsergänzungsmitteln. Experten fordern nun strengere Sicherheitsstandards und mehr Transparenz in der Industrie. Für Verbraucher empfehlen die Forscher, auf Molken- oder Kollagen-basierte Proteinpulver ohne Schokoladengeschmack zurückzugreifen, da diese die geringsten Bleiwerte aufweisen[1].
Quellen:
[1] CleanLabelProject_ProteinStudyWhitepaper_010625.pdf https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/21436693/ec5c2456-e69a-4765-8654-0eefeb0d64f8/CleanLabelProject_ProteinStudyWhitepaper_010625.pdf
