Zell-Atlas des menschlichen Embryonalgehirns ebnet Weg für Parkinson-Therapien
Wissenschaftler der Duke-NUS Medical School haben den bisher detailliertesten Single-Cell-Atlas des sich entwickelnden menschlichen Gehirns erstellt. Die Karte umfasst fast 680.000 Zellen aus fetalem Gewebe, identifiziert sämtliche Zelltypen, ihre genetischen Profile und Interaktionen – und setzt neue Standards für die Laborkultivierung von Nervenzellen. Besonders im Fokus: dopaminerge Neuronen des Mittelhirns, deren Verlust Parkinson auslöst. Die Ergebnisse, die kürzlich in Science Advances erschienen (DOI: 10.1126/sciadv.adu7944), liefern eine Referenz, um Zelltherapien präziser zu entwickeln und unerwünschte Beizellen auszuschließen. Parkinson ist in Singapur die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung; etwa drei von 1.000 Menschen über 50 sind betroffen. Die Krankheit zerstört dopaminproduzierende Neuronen im Mittelhirn, was zu Zittern, Steifheit und Bewegungsverlust führt. „Zelltransplantation könnte Symptome lindern – wenn die implantierten Neuronen dem menschlichen Original exakt entsprechen“, erklärt Dr. Hilary Toh, MD-PhD-Kandidatin im Neuroscience & Behavioural Disorders-Programm von Duke-NUS und Erstautorin der Studie. BrainSTEM: Zweistufige Kartierung…
