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Frauen: Geringer Plaque-Wert, erhöhtes Herzinfarktrisiko

Weniger Ablagerungen  in  den Arterien von Frauen scheinen sie im Vergleich zu Männern nicht vor Herzkrankheiten zu schützen, so eine heute in  Circulation: Cardiovascular Imaging , einer Zeitschrift der American Heart Association, veröffentlichte Studie. Während Herzkrankheiten laut den  Herz- und Schlaganfallstatistiken der American Heart Association aus dem Jahr 2026 die häufigste Krankheits- und Todesursache in den USA und weltweit sind, weisen Frauen laut früheren Untersuchungen tendenziell eine geringere Prävalenz von Arterienverkalkung auf als Männer. Diese Studie wertete Gesundheitsdaten von über 4.200 Erwachsenen (mehr als die Hälfte davon Frauen) aus, um zu vergleichen, wie die Menge an Plaques das Risiko schwerwiegender Herzerkrankungen beeinflusst. Die Studie umfasste Personen mit stabilen Brustschmerzen ohne koronare Herzkrankheit in der Vorgeschichte. Die Teilnehmer wurden randomisiert einer diagnostischen Untersuchung mittels Koronar-Computertomographie-Angiographie (Röntgenaufnahmen von Herz und Blutgefäßen) unterzogen und anschließend etwa zwei Jahre lang nachbeobachtet. Wichtigste Ergebnisse der Studie:

Deutschland fördert internationale Bioökonomie-Projekte mit Japan und Queensland

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine neue Förderrichtlinie veröffentlicht, die internationale Verbundvorhaben in der Bioökonomie unterstützt. Die Bekanntmachung „Bioökonomie International (Bioeconomy International) 2027“ erschien am 20. Februar 2026 im Bundesanzeiger. Sie zielt auf Kooperationen mit Partnern aus Japan und Queensland/Australien ab und soll die Nationale Bioökonomiestrategie (NBÖS) umsetzen. Die Ausschreibung läuft bis 3. Juni 2026 und umfasst zwei Module mit spezifischen Themenfeldern in Bioprozessen, nachhaltigen Produkten und Schlüsseltechnologien. Die Bioökonomie gewinnt weltweit an Bedeutung, da sie biobasierte Lösungen für Klimawandel, Ernährungssicherheit und Ressourcenschutz bietet. Sie nutzt Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und andere Schlüsseltechnologien, um fossile Rohstoffe durch nachwachsende Alternativen zu ersetzen. Die NBÖS der Bundesregierung sieht die Bioökonomie als Schlüssel für eine ressourceneffiziente, wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Strategie adressiert sechs Bausteine der Forschungsförderung, darunter biologisches Wissen, konvergierende Technologien und Transfer in die Anwendung. Die Richtlinie verknüpft diese mit… 

Mikroplastik in Prostatatumoren entdeckt

Forscher der NYU Langone Health haben in einer kleinen Pilotstudie Mikroplastikpartikel in den Tumoren von neun von zehn Prostatakrebs-Patienten nachgewiesen. Die Konzentration war im Tumorgewebe im Durchschnitt 2,5-mal höher als im angrenzenden gesunden Prostatagewebe. Die Ergebnisse, die am 26. Februar 2026 auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology präsentiert werden, liefern erste direkte Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Mikroplastik-Exposition und Prostatakrebs – der häufigsten Krebsart bei Männern in den USA. Prostatakrebs betrifft laut Centers for Disease Control and Prevention etwa jeden achten Mann im Laufe seines Lebens. Die Inzidenz steigt in den USA seit Jahren leicht an. Mikroplastik – winzige Plastikfragmente unter fünf Millimeter – entsteht durch Abbau von Verpackungen, Kosmetika, Textilien oder Industrieabfällen. Menschen nehmen es über Nahrung, Trinkwasser, Luft und Haut auf. Frühere Studien fanden Mikroplastik in fast allen menschlichen Organen, in Körperflüssigkeiten… 

FDA launches new „Plausible Mechanism Framework“ to speed approvals for individualized therapies in ultra-rare diseases

The U.S. Food and Drug Administration (FDA) has released draft guidance introducing the Plausible Mechanism Framework, a novel regulatory pathway designed to accelerate the development and approval of highly personalized therapies for patients with ultra-rare genetic diseases. The framework, announced on February 23, 2026, allows sponsors to generate „substantial evidence“ of safety and effectiveness without traditional large-scale randomized controlled trials, which are often impossible due to extremely small patient populations (sometimes just one individual). The draft guidance, titled „Considerations for the Use of the Plausible Mechanism Framework to Develop Individualized Therapies that Target Specific Genetic Conditions with Known Biological Cause,“ focuses primarily on genome editing technologies (e.g., CRISPR-based approaches) and RNA-based therapies such as antisense oligonucleotides. It remains open to other tailored therapeutics that directly address a disease’s underlying molecular, genetic, or cellular cause. Key criteria for eligibility under the… 

Donut Lab: No Independent VTT Data on Cycle Life Yet – Only Company Claims of Up to 100,000 Cycles

As of February 23, 2026, there are still no independent test results from Finland’s VTT Technical Research Centre regarding the cycle life (Zyklenlebensdauer) of Donut Lab’s solid-state battery V1. The only VTT report published so far (CR 00092 26, dated February 9, 2026) focuses exclusively on fast-charging performance at 5C and 11C rates, along with thermal behavior during a single charge-discharge cycle on one cell. No cycling, long-term aging, or repeated charge-discharge testing is included. Donut Lab continues to claim a design life of up to 100,000 full charge-discharge cycles with minimal capacity fade. This figure appears consistently across the company’s website (donutlab.com), CES 2026 presentations, YouTube announcement videos, and press materials. The company describes the battery as experiencing „minimal to zero degradation“ over its lifetime, enabling „practically unlimited cycles“ – equivalent to daily charging for around 270 years. It… 

Gene treffen auf Biomarker: Ein neuer Fahrplan für Neugeborenenscreenings

Seit mehr als sechs Jahrzehnten spielt das auf Biomarkern basierende Neugeborenenscreening eine entscheidende Rolle bei der Senkung der Säuglingssterblichkeit und langfristiger Behinderungen, indem es die Früherkennung von Stoffwechsel- und endokrinen Störungen ermöglicht. Allerdings sind herkömmliche Tests mit getrockneten Blutstropfen nach wie vor anfällig für Schwankungen in der Probenqualität, Umwelteinflüsse, den Gesundheitszustand der Mutter und technische Einschränkungen, was zu falsch positiven Ergebnissen oder Fehldiagnosen führen kann. Mittlerweile hat die Next-Generation-Sequenzierung eine starke diagnostische Leistungsfähigkeit bei kritisch kranken Säuglingen gezeigt, doch bestehen weiterhin Herausforderungen bei der Interpretation von Varianten, der Erkennung struktureller Varianten, der Kostenkontrolle und dem ethischen Management. Diese Einschränkungen unterstreichen die Notwendigkeit eines standardisierten Modells, das biochemische und genomische Screening-Ansätze effektiv integriert. Veröffentlicht (DOI: 10.1007/s12519-025-00996-2) am 26. Dezember 2025 im World Journal of Pediatrics veröffentlicht wurde, wurde der Konsens von der Newborn Inherited Metabolic Disease Screening Group und multidisziplinären Experten führender Institutionen in… 

Neue KI-Methode ermöglicht Diagnose und Verlaufskontrolle von Hirntumoren aus Liquor

Ein internationales Forschungsteam unter maßgeblicher Beteiligung der Medizinischen Universität Wien hat ein KI-basiertes Verfahren entwickelt, das Hirntumore anhand von Zell-DNA aus dem Liquor cerebrospinalis (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) präzise klassifizieren und den Krankheitsverlauf überwachen kann. Die Methode könnte künftig frühere Diagnosen ohne Operation ermöglichen, invasive Eingriffe reduzieren und die Therapieerfolgs-Kontrolle verbessern. Die Ergebnisse erschienen am 20. Februar 2026 im Fachjournal Nature Cancer. Das neue Werkzeug namens M-PACT (Methylation-based Predictive Algorithm for CNS Tumours) analysiert zellfreie DNA-Fragmente, die Tumorzellen in den Liquor abgeben. Diese Tumor-DNA trägt charakteristische epigenetische Muster (insbesondere Methylierungsmuster), die selbst in sehr geringen Mengen eine zuverlässige Unterscheidung verschiedener Hirntumorarten erlauben – vor allem bei pädiatrischen Tumoren. Bislang beruht die Diagnose von Hirntumoren fast ausschließlich auf Gewebeproben, die durch neurochirurgische Eingriffe gewonnen werden. Diese sind nicht immer möglich, bergen Risiken und sind bei schwer zugänglichen Tumoren oder in frühen Stadien oft nicht… 

Neurofeedback soll Expertensignaturen ins Gehirn übertragen

Forscher der Universität Graz untersuchen, ob sich neuronale Aktivitätsmuster von trainierten Expert:innen durch Neurofeedback gezielt in das Gehirn untrainierter Personen übertragen lassen. Das vom Wissenschaftsfonds FWF geförderte Projekt zielt darauf ab, die Plastizität des Gehirns besser zu verstehen und langfristig Rehabilitationsprozesse nach Schlaganfall oder anderen neurologischen Schäden zu beschleunigen. Theo Ferreira Marins, Postdoktorand am Institut für Psychologie der Universität Graz, leitet das Vorhaben „Übertragung der Plastizität des Gehirns durch Neurofeedback“. Aktuell arbeiten die Wissenschaftler mit gesunden Proband:innen. Im Fokus stehen motorische Fingerübungen, etwa das gezielte Antippen der Fingerspitzen. Funktionelle MRT-Aufnahmen erfassen die spezifischen Aktivitätsmuster in motorischen Hirnregionen – bei trainierten Expert:innen und bei naiven Personen. „Die Signalkonstellationen unterscheiden sich grundlegend zwischen trainierten und untrainierten Gehirnen“, erklärt Marins. Durch jahrelanges Üben entstünden charakteristische neuronale Strukturen. Die zentrale Hypothese: Diese Strukturen lassen sich mittels Neurofeedback zumindest teilweise in andere Gehirne übertragen oder… 

BfArM stellt Testversion der deutschen ICD-11 zur Verfügung

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat eine nicht-amtliche Testversion der ICD-11 in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Übersetzung basiert auf der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Februar 2026 bereitgestellten Version und ist ab sofort digital über den WHO-API-Zugang nutzbar. Sie dient Test-, Studien- und Umstiegsanalysen, bleibt jedoch ohne amtliche Gültigkeit. In Deutschland gelten weiterhin die ICD-10-WHO für die Mortalitätskodierung (Todesursachen) und die ICD-10-GM für die Morbiditätskodierung (Krankheitshäufigkeit und -ausmaß). Ein offizieller Wechsel zur ICD-11 ist weder beschlossen noch terminiert. Die Nutzung der Testversion unterliegt den Lizenz- und Nutzungsbedingungen der WHO. Die ICD-11 wurde von der WHO im Mai 2019 verabschiedet und trat am 1. Januar 2022 international in Kraft. Sie enthält medizinisch-wissenschaftliche, klassifikatorische und informationstechnologische Weiterentwicklungen: differenziertere Kodierungsmöglichkeiten, bessere Unterstützung digitaler Gesundheitssysteme und das Ziel einer einheitlichen internationalen Fassung ohne nationale Modifikationen wie die bisherige ICD-10-GM. Dadurch soll die… 

Tödliches Gerinnsel: Thromboserisiken kennen und vermeiden

Eine Thrombose kann jeden treffen – durch langes Sitzen, nach Operationen oder auf Reisen. Das Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen wird oft unterschätzt, kann aber zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. Solveig Haw, Ärztin und Gesundheitsexpertin der DKV Deutsche Krankenversicherung AG, erklärt Symptome, Risikofaktoren und einfache Präventionsmaßnahmen. Bei einer Thrombose bildet sich ein Thrombus meist in den tiefen Beinvenen und behindert den Blutfluss. Löst sich das Gerinnsel, kann es als Embolus in die Lunge gelangen und dort Gefäße verstopfen. Die Folge ist eine Lungenembolie, die von milden bis zu akut lebensbedrohlichen Verläufen reichen kann. Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, höheres Alter, Übergewicht, Rauchen, erbliche Gerinnungsstörungen, Hormontherapien wie die Antibabypille sowie eine vorangegangene Thrombose. Nach der Virchow-Trias begünstigen vor allem drei Faktoren die Entstehung: Veränderungen der Gefäßwand, verlangsamter Blutfluss und erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes. Typische Warnsignale einer Beinvenenthrombose sind einseitige Schwellung, Spannungsgefühl in der…