CRISPR/Cas-Toolkit erweitert Anwendungen in Proteomik und Theranostik
Forscher des Agharkar Research Institute haben in einer Übersichtsarbeit die Erweiterung des CRISPR/Cas-Systems für Anwendungen in der Proteomik und Theranostik dargestellt. Die Technologie, die aus einem bakteriellen Abwehrsystem stammt, ermöglicht präzise Genomeditierung und geht über ihre ursprüngliche Rolle hinaus. Sie dient der Untersuchung von Proteininteraktionen, der Entwicklung biologischer Modelle und der Therapie genetischer Erkrankungen. Das CRISPR/Cas-System basiert auf einer Leit-RNA und dem Endonuklease Cas, die gezielt DNA-Schnitte erzeugen. Diese Schnitte werden durch Reparaturmechanismen wie nicht-homologes End-Joining oder homologe gerichtete Reparatur behoben, was zu Insertionen, Deletionen oder Substitutionen führt. Varianten wie SpCas9-NG, Base-Editoren, Cas12a, Cas13 und Cas14 erweitern die Möglichkeiten. Cas9-Nickasen erzeugen Einzelstrangbrüche, um Off-Target-Effekte zu reduzieren. In der Proteomik ermöglicht CRISPR die Untersuchung von Protein-Protein-Interaktionen durch endogene Markierung und Affinitätsreinigung. Techniken wie enChIP isolieren genomische Regionen und identifizieren assoziierte Proteine. Proximity-Labeling-Methoden wie CasID und C-BERST kartieren Interaktionen an spezifischen Loci.…
